Alles hat seine Zeit...



Wieder ist eine Woche rum...und wie schnell das ging...

Gefüllt mit Terminen sind die Tage gerade nur so geflogen. Manchmal bräuchten wir mehr als 24 Stunden, um all das zu bewältigen, was sich so auf unseren To-do-Listen ansammelt.

Wie vieles wird davon erledigt? Wie viel bleibt unerledigt? Und so ertappen wir uns dabei, den gleichen Punkt, die gleiche Sache zu übertragen auf die nächste und nächste und über-nächste Liste, den nächsten Tag.

 

Ein weiterer Versuch, es anzugehen, weil es schlichtweg nicht möglich war, das zu schaffen!


Neulich sagte eine liebe ältere Dame, Wissenschaftler hätten bestätigt, dass sich die Erde schneller dreht. Das würde für mich so einiges erklären. Eben gerade noch aufgestanden, finde ich mich im nächsten Moment schon beim Essen machen für die Familie wieder, um gleich, zumindest gefühlt, aufs Kopfkissen zu sinken.

 

Das war dann wieder mal ein ganzer Tag.



Dazwischen gearbeitet, aufgeräumt, gemailt, telefoniert, zugehört, organisiert, Probleme gelöst, Elternabende in der Schule gehabt, Chauffeur gespielt und mal eben dies und das erledigt... Und dann doch wieder zwei wichtigeTermine vergessen...Wohin geht meine Zeit?

Manchmal hätte ich gern mehr davon. Aber manchmal auch viel lieber nicht...




Da bin ich froh, dass es endlich „rum“ ist. Das Kalenderjahr. Das Jahr geht weg... ganz leise packt es seine Sachen und schleicht sich davon,

nimmt die Sonnenstrahlen und Düfte des Jahres mit.

Leise wird es dann bald an unsere Tür klopfen und uns alles anbieten,

wonach wir uns schon jetzt sehnen.

Immer wieder. Beständig.

Weil der, der es erschuf, beständig ist.

ER ändert sich nicht. ER ist verbindlich!

Als Gott uns genau 24 Stunden für jeden Tag zur Verfügung stellte, wusste er, dass das genau die Zeitspanne ist,

die wir „vearbeiten“ können.

Mehr wäre eine Zumutung und weniger wahrscheinlich auch!

Tage, Wochen, Monate und Jahre – alles hat seinen Sinn.

 

Und wenn wir manchmal darüber nachdenken, meinen wir die große Summe der Gedanken Gottes begriffen zu haben

und müssen uns doch eines Besseren belehren lassen. 


Das kann dann auch schon mal schlaflose Nächte bedeuten. Nächte, in denen man wach liegt.

Angeknipst, wie von einem Moment auf den anderen.

Nachts um drei, wo jeder schläft, wo die Geräusche draußen lauter sind als wir es tagsüber gewohnt sind.

Gedankenschleifen bilden sich und gehen spazieren...Gedankenkarussell.

An Schlaf ist nicht mehr zu denken und auch die To-do-Liste des nächsten Tages,

die uns zum vernünftigen Wiedereinschlafen mahnt, hilft nicht.

Ich persönlich glaube, dass das die Zeit ist, wo Gott mich weckt, wo er stille Zeit sucht.

Und wie dankbar darf ich sein für diese Momente.

Dann kann es schon mal sein, dass ich, obwohl ich versprochen habe, dass ich,

falls es mal wieder soweit sein sollte, gaaaaaanz gaaaaaaaaanz leise bin,

doch beim Öffnen des Laptops oder eines Buches dafür sorge, dass mein „Lieblings-neben-mir-Schläfer“ ein wenig ... herüber blinzelt.

Ein winziges Schulterzucken und ein leises „..., entschuldige...“ lässt ihn wieder einschlafen.

Begeistert von dem, was sich mir dann erschliesst, höre ich erst dann wieder auf zu lesen oder zu schreiben,

wenn die Nasenspitze kalt geworden ist, um mich dann unter die Decke zu kuscheln.

 Große Gedanken!

Zu wissen, dass mein himmlischer Vater mich so lieb hat und so viele Schätze bereit hält...

Vielleicht gehörst du zu denen, die die besten Gedanken zu Gott und seiner Welt auf dem „stillen Örtchen“ haben.

Ja, auch das gibt es! Der scheinbar einzige Platz, um ungestört zu sein... ; )

 

Der Text mit dem guten Vorsatz und dem Gaul ist übrigens auch ein Toilettenspruch,

aus dem Haus meiner Schwägerin... 



Alles hat seine Zeit.“ , heißt es im alten Buch der Sprüche.

In seinen Händen liegen Zeit und Raum und Menschen.

Ich darf an das Tagwerk gehen oder mich zur Ruhe legen,

egal wo auf dieser Erde,

irgendwann ist jeder mal dran, im Laufe eines Tages.

Einer Woche. Eines Monats. Eines Jahres. 

Stille Zeit-gemeinsame Zeit.

Auftanken und zur Ruhe kommen.


Es ist noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes.“  Hebräer 4, 9


ER legt Zeiten fest und auch das, was an und in diesen Zeiträumen zu tun und zu lassen ist.

Getröstet, dass ich alles in SEINE Hände gelegt habe,

darf ich wissen, dass die Zeit für diese eine Sache, die wieder nicht erledigt wurde,

einfach noch nicht gekommen ist.

 

ER wird es mich wissen lassen!

Wie viel Ruhe und Frieden das gibt!


Zachäus wusste schliesslich auch nicht, dass der Heiland „heute“ bei ihm zu Abend essen wollte!

Festmahl ist, wenn Gott es bestimmt!

Wie sehr hat sich Zachäus wohl über dieses Abendessen, dieses „Abendmahl“, denn nichts anderes war es, gefreut?!

War er darauf vorbereitet?

 

Es hat sein Leben verändert.

Gemeinsame Zeit mit dem Himmel macht aus uns andere, neue Menschen.

Das folgende Zitat hat mich in den letzten Tagen begleitet...

 

Wir haben uns am 9. Oktober von unserem Lieblingsplatz verabschiedet. Ein letztes Mal im Jahr im See baden...

Ein letztes Mal mehr, als nur die Füße ins Wasser halten.

Den Entenfamilien und Spinnen werden wir aber weiter begegnen...

Begrüßt haben wir die ersten eigenen Feigen, die auf unseren zwei kleinen Bäumchen zu finden waren.

Erst dachte ich ja, dass sie so weich sind, weil sie vielleicht schon ersten Bodenfrost abbekommen haben, aber nein-sie waren reif.

R-E-I-F.

Von jedem Bäumchen eine. Vorsichtig haben wir die Früchte halbiert und was soll ich sagen?

Der Geschmack ist einfach unglaublich! An dieser Stelle ein Dankeschön an den Feigenhof in Wien.

Der Besuch hat sich tatsächlich gelohnt.

So ein „Österreichimport“ ist schon was Feines! Nicht wahr?


Die Natur wehrt sich nicht.

Sie lässt Abschiede und Begrüßungen zu. Wissend, dass da ein Größerer ist, der alles lenkt und leitet.

 

Größeres als das, was vor Augen ist, liegt vor uns.

Vom Glauben zum Schauen.

Damit das, was noch im verborgenen ist, sichtbar wird...


Vater, hab Dank, dass du Menschenherzen führst.

Neulich schrieb mir jemand: „Ja, wen ich erst mal ins Herz geschlossen habe...“

 


"In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen:

Ich gehe hin euch die Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hin gehe, das wisst ihr, und den Weg wisst ihr auch..."

Johannes 14, 2+3

 


Auseinander und zueinander!

Alles hat seine Zeit.

Und sie liegt in DEINEN Händen.

 

Hab Dank dafür!

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Heidi (Montag, 19 Oktober 2015 08:03)

    Achja, und falls sich jemand wundern sollte, warum dieser Blogeintrag nicht schon letzte Woche zu lesen war... alles hat seine Zeit! ; )