In DIE FALLE GETAPPT...Identitätskrise

Es ist noch gar nicht so lange her, einige von euch erinnern sich sicherlich noch an den letzten Blogeintrag und nur wenigen ist eigentlich das Drama,

das mit dem Erstellen und Schreiben des Blogs einherging, bekannt.

 

Durch eine Unachtsamkeit ist mir ein blöder Fehler unterlaufen, der dazu führte, dass einer der bereits veröffentlichten Blogeinträge leider gelöscht wurde. Unwiederbringlich gelöscht wurde. Da meint man, das Internet vergisst nichts, aber nicht so in diesem Fall.

 

 

Normalerweise versuche ich solche Pleiten für mich zu behalten. Da mir aber gerade dieser Eintrag lange auf dem Herzen lag und ich wusste, dass er nicht nur mir, sondern auch einigen anderen Menschen viel bedeutete, lautete meine Nachricht an einen lieben Menschen per Whatsapp wie folgt: 

 


Die Antwort kam nur eine halbe Stunde später und brachte mich noch lange zum Nachdenken...

Schrieb ich doch: Nichts zustande gebracht. Nichts geschafft. Nichts geleistet. NULL - nichts.

 

Doch war das tatsächlich so?

Der gelöschte Blog hätte seinen Zweck erfüllt. „Sei nicht traurig. Ich freue mich auf den neuen...“ lautete die Nachricht. 


Warum war es mir dennoch so wichtig? Warum hing ich so sehr an diesen Zeilen?

Weil sie das widerspiegelten, was ich lange in Gedanken bewegt hatte und mir wichtig war, mitzuteilen.

Dabei ging es nicht darum, irgendetwas Schlaues oder Kluges zu hinterlassen, das können andere Menschen besser als ich.

Lediglich meine Gedanken zu sortieren und vielleicht dem ein oder anderen mit auf den Weg zu geben. Zu allererst jedoch mir selbst.

Mich zu ermahnen, Festzuhalten. Festzuhalten an den Schätzen der Vergangenheit. Festzuhalten an dem Erlebten und es nicht loszulassen.

Tief verankert. Als Beth-El für die Zukunft. Als ein Zufluchtsort in schlechten Zeiten. Nichts davon möchte ich missen.

Und auch ein leiser Zweifel, dass das Erlebte glorifiziert und zu rosarot gesehen wurde, würde mich nicht davon abbringen,

auch nur eine Winzigkeit dem Vergessen preiszugeben. Gern wäre ich hier stehen geblieben.

Aber die Zeit schreitet eilig voran und kümmert sich nicht.

 

 

 

 

 

 

Gelöscht! Alles weg!

Nichts zustande gebracht – NULL.

Meine eigenen Worte hallten in mir, gähnend und riesig wie die Traurigkeit.

 

Unterm Strich gleich Null.“ Doch stimmte das?

 

Wer beurteilt, was zählt und was nicht?

 

Ab wann lohnt sich der Einsatz von Zeit und Kraft?

Wie froh war ich, als ich vor vielen Monaten mit Begeisterung im Buch eines wertvollen Freundes lesen durfte

und den Königreichen dieser Welt nachspürte.

Zu lesen über„Die verlorene Identität“.

 

Erleichterung, dem Königreich des „Feindes der Seelen“ entkommen zu sein und zu dem geführt zu werden, der mir Sinn und Wertschätzung entgegen bringt. Meinem Heiland! Bei ihm zählt nicht die Leistung sondern die Beziehung!

Gotteskindschaft steht über Knechtschaft!

 

Ich war tatsächlich wieder mitten in die Wertefalle getappt!

Wie sehr sind wir doch geprägt, von den Maßstäben, die uns aufgelegt werden.

Ehrlich gesagt, war ich schockiert, dass mir das passieren konnte...

 

 


Wer meint, dass er steht, sehe zu, dass er nicht falle!“

 

Ich war gerade „gefallen“ worden...

Nicht weil mich mein himmlischer Vater fallen ließ, sondern weil ich mich dem falschen Herrn unterstellt hatte. In so einer banalen Sache!

 

Vor einigen Tagen erreichte mich die Nachricht einer Freundin. Sie berichtete, dass sie einer Maus, die anscheinend in ihrem Vorratsschrank lebte, die Freiheit geschenkt hatte und schlug den Bogen zu uns...

 

 

 

Da stellt sich mir die Frage, bin ich eine kleine Maus die denkt, sie sei schon im "Himmel" oder irgendwo angekommen um sich's gut gehen zu lassen? Oder bin ich gerade in der Mausefalle, die mich einengt, weil ich nicht erkennen kann, was es für mich bedeutet? Kommt mir der Buchstabe des Gesetzes wie eine Falle vor? ... Die Maus musste in die "Falle" um zu erkennen, wo sie eigentlich hingehört. Ich war ihr Mittler durch die Falle um sie zur Freizeit und ins Licht zu führen, so ist der Messias unser Mittler und er führt uns ... in die Freiheit, zum Licht, zu seinem und unserem Vater. Gott möchte so sehr seine Familie wieder herstellen!“

 

 

 


 

Seltsam – auch wir hatten Mäuse in unserer Küche.

Als wir aus den Ferien zurückkehrten, hoffte ich, dass „unsere“ Mäusefamilie ausgezogen war.

Was wir nicht wussten, war, dass wir bestimmt noch weitere 5 oder 6 Male den Inhalt unserer Mausefalle spazieren fuhren.

 

Wir machen das immer mit dem Auto – Mäusetaxi.

Um sicherzugehen, dass sie den Weg nicht mehr zurück finden...

Die (hoffentlich!) letzte Maus wurde in der Nähe eines Pferdestalls freigelassen,

hier würde sie ausreichend Futter und einen trockenen Platz für den Winter finden.

Als ich die Lebendfalle öffnete, klammerte sich auch unsere Maus zuerst mit aller Kraft an die Gitterstäbe und wollte ihren Platz nicht verlassen.

 

Geht es uns nicht oft genau so?

Die große Freiheit und volle Genüge vor uns, klammern wir uns verzweifelt an das, was uns für diesen Moment als Sicherheit erscheint...

 

 

Ich entschuldige mich jetzt schon bei der Besitzerin, der die Pferde samt Unterstand gehören,

aber ein wenig leid tat mir die Maus schon, schliesslich sollte es neuen Schnee geben. 


 

Und nun war ich selbst mitten hinein getappt in die Identitätsfalle!

Wer holte mich hier raus?!

 

Ja, der gelöschte Blog hat seinen Zweck erfüllt. Im doppelten Sinn.

Er hat zur richtigen Zeit die richtigen Menschen erreicht.

Mir hat er gezeigt, dass es gut ist, von Erinnerungen zu zehren, aber fatal, dort stehen zu bleiben.

 

 

 

Gern würde ich diese Zeilen noch einmal lesen, aber so wie mein Heiland bereits alle meine Unzulänglichkeit getilgt hat und mich aufrichtet;

so darf ich wissen:

Auch wenn ich der einzige Mensch auf diesem Planeten wäre, es wäre nicht umsonst.

Es hat sich gelohnt.

Das Kreuz hat seinen Zweck erfüllt!

 

 

Danke Vater, für das größte Geschenk der Geschichte!

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