An(ge)dacht...

Immer wieder stoßen wir auf Zitate, die uns in dieser Form im Deutschen nicht zur Verfügung stehen, oder, obwohl publiziert, nicht in einem bestimmten Kontext betrachtet werden.

Es ist unser Wunsch, dass diese Texte den Platz bekommen, der ihnen zusteht und unsere Herzen und Sinne erreichen.

 

 

Pflegt die Gewohnheit, Gutes von anderen zu reden.

Verweilt bei den guten Eigenschaften derer, mit denen ihr

verbunden seid, und seht so wenig wie möglich von ihren Fehlern

und Mängeln. Wenn ihr versucht werdet, darüber zu klagen, was

jemand gesagt oder getan hat, so lobt irgendetwas in dem Leben

oder Charakter dieser Person. Pflegt die Dankbarkeit. Dankt Gott

für seine wunderbare Liebe, dass er uns Christus gab, der

unseretwillen starb. Es lohnt sich niemals über unsere Kümmernisse

nachzudenken. Gott fordert uns auf, an seine Barmherzigkeit und

unermessliche Liebe zu denken, damit wir mit Dank erfüllt werden.

(Gospel Workers 479.1)

 

Nur diejenigen, die gemäß dem Licht leben, das sie empfangen haben, werden mehr Licht erhalten. Wenn wir nicht täglich in der Veranschaulichung der aktiven christlichen Tugenden voranschreiten, werden wir die Offenbarungen des heiligen Geistes im Spätregen nicht erkennen. Es mag sein, dass er auf die Herzen um uns herum fällt, aber wir werden ihn nicht erkennen oder empfangen. (Testimonies to Ministers and Gospel Workers 507, 1897)

 

 

Nur den Seelen, die ernsthaft nach Licht suchen und die jeden Strahl der göttlichen Erleuchtung von seinem heiligen Wort mit Freude annehmen, wird dieses Licht gegeben. Durch diese Seelen wird Gott das Licht und die Kraft enthüllen, die die ganze Erde mit seiner Herrlichkeit erleuchten werden. - 5T 729 (1889)

 

 

Da sind jene, die seufzen und weinen und doch in die Falle der Selbstgerechtigkeit treten, und die, welche seufzen und weinen, erkennend, dass sie von Natur aus nicht besser sind als jeder andere. Sie haben keine eigene Güte; ihre Herzen und Augen schmelzen durch die Liebe Christi und die Erkenntnis, dass sie ihm hundertprozentig zu Dank verpflichtet sind. (Unbekannt)

 

An diesem Tag sollt ihr wissen, "ohne einen Schleier, der eure Sicht behindert", dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Wie viele lesen dieses Versprechen, so reich, so herrlich und doch erfassen sie nicht seine Kostbarkeit! Jesus sagt allen deutlich: "Dein Glaube ist schwach; du nimmst meine Einheit mit dem Vater nicht wahr; und du verstehst auch nicht, dass ich mich mit allen verbunden habe, die an mich glauben, dass sie eins mit mir sind, ihr Anliegen ist mein Anliegen, mein Interesse und mein Dienst gilt ihnen." Die perfekte Einheit Christi mit seinen gehorsam gläubigen Kindern ist dieselbe wie die, welche zwischen dem Vater und dem Sohn existiert. (ST 23. November 1891, Par. 8)

 

Der Sohn Gottes kam auf diese Erde, um den Menschen den Charakter des Vaters zu offenbaren, damit sie lernten, ihn im Geist und in der Wahrheit anzubeten. (Counsels to Teachers 28)

"Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre." 1. Johannes 3,8

Es kostet den Herrn mehr, als es der menschliche Verstand nachvollziehen kann, zuzulassen, dass einer seiner Heiligen umkommt, selbst wenn es notwendig scheint oder unumgänglich ist. Der Tod ist für den Herrn eine kostspielige Sache. Er kostet ihn viel Kummer. Er bedeutet für ihn persönlichen Verlust. Er fühlt ihn, weil jedes Geschöpf ein Teil von ihm ist. ... Er bedeutet für ihn in dem großen Werk, welches er auf der Erde zu tun hat, Verlust. Die Menschen sagen im Allgemeinen, dass Gott ohne uns auskäme, als wäre er so selbständig und selbstzufrieden und weit über alles menschliche Fühlen erhaben, dass ihn nichts bewegen könne. In Wirklichkeit ist es aber eine Tatsache, dass ihn alles bewegt. Gott hat die Erde dem Menschen gegeben, und er hat niemals das Geschenk zurückgerufen. Durch den Menschen beabsichtigte er, die Welt zu regieren. Und obwohl wir in unserer Selbstsucht nicht fähig sein mögen, dies zu verstehen, ist es eine Tatsache, dass Gott nicht ohne Menschen auskommen kann. Er zeigte dies, indem er sein Leben für uns gab. Er könnte nicht ohne den Menschen leben. Er wünscht es, dass der Mensch sein ständiger Begleiter sei. Zu diesem Zweck schuf er den Menschen. (E.J. Waggoner Treasures in Isaiah 199)

Selbstgerechtigkeit ist demzufolge Ungerechtigkeit. Derjenige, der denkt, sich selbst gerecht zu machen - der denkt, dass er in sich selbst Güte hat, ist derselben Sünde schuldig, wie das bei Luzifer der Fall war, und er wird von demselben Geist bewegt. Dies ist der Geist des Menschen der Sünde, "der sich widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung ist, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, dass er Gott sei". (2. Thessalonicher 2,4) Wer auch immer sich selbst rechtfertigt und sich weigert, die Tadel der Belehrung zu empfangen, die der Weg des Lebens sind (Sprüche 6,23), hat Anteil am Menschen der Sünde. Derjenige, der immer darum besorgt ist, sich selbst so erscheinen zu lassen, dass er gerecht sei, der gereizt ist, wenn er korrigiert wird, und der immer bereit ist, für alles, was er tut eine plausible Entschuldigung zu haben, zeigt, dass er mit Luzifer eins ist und sich in Gefahr befindet, seine Vernichtung zu teilen. Lasst uns diese Lektion tatsächlich lernen. (E. J. Waggoner Treasures in Isaiah 87)

 

Es gibt kein Gebet, auf das der Himmel mehr antwortet als das Gebet eines ehrlichen Herzens, das die Wahrheit verstehen will! Der Herr würde lieber den Himmel der Engel leeren und sie alle hierher schicken, um einer Seele zu helfen, als dass diese Seele in die Irre geführt würde. (Robert J. Wieland)

Liebe schafft unseren Himmel - Es ist die Liebe Christi, die unseren Himmel erschafft. Aber wenn wir versuchen, von dieser Liebe zu erzählen, versagt uns die Sprache. Wir denken an sein Leben auf Erden, sein Opfer für uns; wir denken an seinen Dienst im Himmel als unser Fürsprecher, an die Wohnstätten, die er für diejenigen vorbereitet, die ihn lieben; und wir können nur ausrufen: "Oh, die Höhen und Tiefen der Liebe Christi!" Während wir unter dem Kreuz verweilen, erhalten wir eine vage Vorstellung von der Liebe Gottes, und wir sagen: "Hier ist Liebe, nicht dass wir Gott liebten, sondern er liebte uns und sandte seinen Sohn zur Versöhnung für unsere Sünden." (1. Johannes 4,10). Aber in unserem Verständnis von Christus stehen wir nur am Rand einer Liebe, die maßlos ist. Seine Liebe ist wie ein riesiger Ozean, ohne Boden oder Ufer." The Review and Herald, 6. Mai 1902. (1MCP 251.2)

In der Ewigkeit werden wir vieles verstehen, was wir schon hier hätten begreifen können, wenn wir von der angebotenen Verständnishilfe Gebrauch gemacht hätten. Bis in alle Ewigkeit werden sich die Erlösten mit den Themen ihrer Errettung beschäftigen. Sie werden dann die Wahrheiten erfassen, die Christus seinen Jüngern so gern vermitteln wollte, für deren Verständnis ihnen aber der Glaube fehlte. Immer wieder werden sich neue Perspektiven über die Vollkommenheit und Hoheit Christi auftun, und ohne Ende wird der treue Hausvater Neues und Altes aus seinem Schatz hervorholen. (BRG 104.2)

Die Bedeutung des jüdischen Gottesdienstes ist noch immer nicht ganz klar erfasst worden. Tiefe, grundlegende Wahrheiten waren da, als Schatten auf das Zukünftige, in Riten und Symbole gekleidet. Das Evangelium ist der Schlüssel, der diese Geheimnisse erschließt. Wenn wir den Erlösungsplan kennen, sind wir auch in der Lage, diese Wahrheiten zu verstehen. Weit mehr, als wir davon Gebrauch machen, ist es unser Vorrecht, diese wunderbaren Dinge immer besser zu begreifen. Gott möchte, dass wir in seine tiefen Gedanken immer mehr Einblick gewinnen können. Engel würden etwas darum geben, wenn sie die Erkenntnis haben könnten, die Menschen mit dem aufrichtigen Verlangen, Gottes Wort kennen zu lernen und mit ihm versöhnt zu werden, geschenkt wird. Deshalb wollen wir darum bitten, dass Gott unsere Erkenntnis in jeder Hinsicht erweitert, was nur er allein zu tun vermag. (BRG 103.2)

Die Worte der Wahrheit werden an Bedeutung zunehmen und eine Tragweite und Inhaltsschwere gewinnen, wie wir das nie erwartet hätten. Schönheit und Reichtum des Wortes haben einen umformenden Einfluss auf unser Wesen und Denken, und das Licht der himmlischen Liebe inspiriert unser Herz. Je intensiver man die Bibel liest, desto mehr lernt man sie schätzen. Überall findet man in ihr die unendliche Weisheit und Liebe Gottes. (BRG 103.1)

Gott ist der Ursprung des Lebens, und wer den Dienst der Sünde wählt, trennt sich von Gott und verscherzt sich selbst das Leben. Er ist dann „fremd geworden dem Leben, das aus Gott ist“. Epheser 4,18. Der Herr sagt: „Alle, die mich hassen, lieben den Tod.“ Sprüche 8,36. Gott lässt sie eine Zeitlang gewähren, damit sie ihren Charakter entwickeln und ihre Grundsätze offenbaren können. Wenn dies geschehen ist, empfangen sie die Früchte ihrer Wahl. Durch ein Leben der Empörung stellten sich Satan und seine Verbündete so völlig außerhalb der Übereinstimmung mit Gott, dass allein dessen heilige Gegenwart für sie ein verzehrend Feuer ist. (LJ 766.1)

 

Zu Beginn des großen Kampfes verstanden die Engel dies nicht. Hätten Satan und seine Scharen zu jener Zeit schon alle Folgen ihrer Übertretung ernten müssen, wären sie umgekommen; aber die himmlischen Wesen würden dann nicht klar erkannt haben, dass die Vernichtung das unvermeidliche Ergebnis der Sünde gewesen wäre. In ihren Herzen wäre ein Zweifel an Gottes Güte als böses Samenkorn zurückgeblieben, und eine todbringende Frucht der Sünde und des Elends hätte reifen können. (LJ 766.2)

So wird es nun nicht mehr sein, wenn der große Kampf beendet ist. Wenn der große Erlösungplan vollendet ist, wird das Wesen Gottes allen vernunftbegabten Geschöpfen offenbar sein. Die Vorschriften seines Gesetzes werden sich als vollkommen und unveränderlich erweisen. Die Sünde hat ihre Natur, Satan seinen Charakter bekundet. Dann wird die Ausrottung der Sünde Gottes Liebe rechtfertigen und seine Ehre in einem Weltall wiederherstellen, dessen Bewohner mit Freuden seinen Willen tun und sein Gesetz in ihrem Herzen tragen. (LJ 766.3)

So mögen sich die Engel denn gefreut haben, als sie auf den am Kreuz hängenden Heiland schauten. Wenn sie auch noch nicht alles begriffen, wussten sie doch, dass die Vernichtung der Sünde und des Teufels für alle Zeiten gewiss, dass die Erlösung der Menschen gesichert und das Weltall auf ewig gerettet war. Der Heiland selbst kannte genau die Folgen seines Opfers auf Golgatha. Diese sah er vor sich, als er am Kreuz ausrief: „Es ist vollbracht!“ Johannes 19,30. (LJ 767.1)

Mit seinem Wort hat Gott uns jede Wahrheit geschenkt, die wir brauchen, um erlöst zu werden. Tausende haben aus diesem Lebensbrunnen getrunken, und doch ist sein Wasservorrat nicht geringer geworden. Tausende haben sich Jesus Christus zum Vorbild genommen und sind ihm dadurch allmählich ähnlich geworden. Mit Feuereifer reden sie von seinem Wesen, erzählen davon, was Christus ihnen bedeutet und was sie für Christus sind. Doch auch sie haben diese großartigen Themen längst nicht erschöpft. Noch vielen Tausenden stehen die Geheimnisse der Erlösung zur weiteren Erforschung offen. Je mehr wir über das Leben und die Aufgabe Christi nachdenken, desto heller wird das Licht sein, das uns bei der Wahrheitssuche hilft. Immer wieder entdecken wir noch Interessanteres und Wichtigeres, als uns schon bekannt ist. Das Thema ist unerschöpflich. Die Menschwerdung Christi, sein Sühnopfer und sein Amt als Vermittler werden den ernsthaften Leser der Bibel beschäftigen, solange die Welt besteht. Wenn er den Himmel in seiner Unermesslichkeit über sich sieht, muss er sagen: „Groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens.“ 1.Timotheus 3,16. (BRG 104.1)

Ich sah im Geist, wie der ganze Himmel auf diejenigen blickte und acht hatte, die die Forderungen des vierten Gebotes anerkannten und den Sabbat hielten. Engel bekundeten ihre Anteilnahme und ihre hohe Achtung für diese göttliche Einrichtung. Wer Gott, den Herrn, in seinem Herzen durch eine feste, fromme Gesinnung heiligte und sich bemühte, die geweihten Stunden zu nutzen, indem er den Sabbat nach bestem Gewissen hielt, und dazu Gott ehrte, indem er den Sabbat eine Lust hieß, den segneten die Engel vor allem mit Erkenntnis und Gesundheit, und besondere Kraft wurde ihm zuteil. Aber andererseits wandten sich die Engel von denen ab, die die Heiligkeit des göttlichen Ruhetages verletzten. Sie entzogen ihnen alle Erkenntnis und alle Kraft. Ich sah jene Gruppe von einer Wolke überschattet, verzweifelt und oftmals völlig niedergeschlagen. Der Geist Gottes war von ihnen gewichen. (Sch1 266.2)

Satan ist seit jeher bemüht, Gottes Wesen falsch darzustellen, damit die Menschen dem Schöpfer nicht mit Liebe, sondern in Furcht und Hass

begegnen. Aus diesem Grunde bemüht sich Satan, die Menschen dahin zu bringen, das göttliche Gesetz beiseite zu setzen und sie glauben zu machen,

dass sie von den Forderungen Gottes entbunden seien. In allen Jahrhunderten wurden nachweisbar alle, die sich seinen Täuschungen widersetzten,

um ihres Glaubens willen verfolgt. (Der große Kampf 12)

 

 

In jedem Zeitalter gibt es eine neue Weiterentwicklung der Wahrheit,

eine Botschaft, die Gott vornehmlich für das jeweilige Geschlecht bestimmt hat. (Gleichnisse aus der Natur 86)

 

Die Hand, die die Himmelskörper im Weltenraume trägt, die alle Dinge im gesamten Universum Gottes in ihrer Ordnung und in rastloser Tätigkeit erhält, ist es, die für uns ans Kreuz genagelt wurde. (Erziehung 121)

Es ist Satans beständiges Bemühen, das Wesen Gottes, die Natur der Sünde und den wahren Ausgang des großen Kampfes verkehrt darzustellen.

Seine Trugschlüsse verringern die Verpflichtung gegen das göttliche Gesetz und gestatten den Menschen zu sündigen. Gleichzeitig flößt er

ihnen falsche Vorstellungen von Gott ein, so dass sie eher mit Furcht und Hass denn mit Liebe zu ihm aufblicken. Die seinem eigenen Charakter anhaftende Grausamkeit schreibt er dem Schöpfer zu; sie ist in den Religionssystemen verkörpert und findet Ausdruck in den Gebräuchen der Gottesdienste. So werden die Gemüter der Menschen verblendet, und Satan sichert sie sich als seine Werkzeuge, um Gott zu bekämpfen. Durch verkehrte Vorstellungen vom göttlichen Wesen wurden heidnische Völker zu der Annahme verleitet, menschliche Opfer seien notwendig, um sich die Gunst Gottes zu sichern, und fürchterliche Grausamkeiten wurden unter den verschiedensten Formen der Abgötterei verübt. (Der große Kampf 569)

 

In der Ewigkeit wird uns das Verständnis für vieles aufgehen, was wir schon hier hätten begreifen können, hätten wir die dargebotene Erleuchtung angenommen. Auf ewig wird das Thema der Erlösung Herz, Geist und Zunge der Erlösten beschäftigen. Sie werden die Wahrheiten verstehen, die Christus seinen Jüngern eröffnen wollte, Wahrheiten, die sie aus Kleinglauben nicht fassen konnten. Immer und immer neue Erkenntnisse der Vollkommenheit und Ehre Christi werden sich auftun, und ohne Ende wird der treue Hausvater aus seinem Schatz Neues und Altes hervorbringen. (Gleichnisse aus der Natur 91)

Die Neigung, dem menschlichen Verstand über seinen wahren Wert und seine richtige Sphäre zu erheben, ist eins der größten Übel, welche das Verlangen nach Erkenntnis und die wissenschaftlichen Forschungen

begleiten. Viele versuchen den Schöpfer und seine Werke nach ihren eignen unvollkommenen, wissenschaftlichen Kenntnissen zu beurteilen. Sie bemühen sich, die Natur, die Eigenschaften und Vorzüge Gottes zu bestimmen und schwelgen in spekulativen Theorien über den unendlichen

Gott. Alle die sich mit solcherlei Studium abgeben, begeben sich auf verbotenen Grund. Ihre Forschungen werden keine wertvollen Erfolge aufweisen und sie anzunehmen, gefährdet nur das eigene Seelenheil.

Unsere ersten Eltern wurden zur Sünde verführt, da sie einem Verlangen nachgaben, etwas zu wissen, das Gott ihnen vorenthalten hatte. Indem sie nach solcher Erkenntnis suchten, verloren sie alles, was des Besitzes

wert war. Wenn Adam und Eva niemals den verbotenen Baum berührt hätten, so würde Gott ihnen Erkenntnis mitgeteilt haben, aber nicht eine Erkenntnis, auf welcher der Fluch der Sünde ruhte, sondern eine Erkenntnis, welche ihnen dauernde Freude gebracht hätte. Alles was sie gewannen, indem sie auf den Versucher hörten, war die Bekanntschaft mit der Sünde und ihren Folgen. Durch ihren Ungehorsam wurde die Menschheit Gott entfremdet und die Erde wurde vom Himmel getrennt. Dies sollte uns zur Lehre dienen. Das Gebiet, auf welches Satan unsere ersten Eltern führte, ist dasselbe, auf das er die Menschen heutzutage lockt. Er überflutet die Welt mit angenehmen Fabeln. Mit aller List, die ihm zu Gebote steht, versucht er die Menschen, in Bezug auf Gott sich Grübeleien hinzugeben. Dadurch sucht er sie davon abzuhalten, jene Erkenntnis Gottes zu erlangen, welche Heil ist. (In den Fußspuren des großen Arztes 433)

 

Der Mensch kann nicht durch Forschen Gott ergründen. Niemand sollte mit vermessener Hand den Schleier zu lüften suchen, der seine Herrlichkeit verbirgt. ‚Unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!‘ (Römer 11,33) Es ist ein Beweis seiner Barmherzigkeit, dass seine Macht verborgen ist; denn das Lüften des Schleiers, der die göttliche Gegenwart verhüllt, bedeutet den Tod. Kein Verstand eines Sterblichen kann das Geheimnis durchdringen, in welchem der Allmächtige wohnt und wirkt. Nur das, was er für gut hält, uns zu offenbaren, können wir von ihm verstehen. Die Vernunft muss eine ihr überlegene Autorität anerkennen. Herz und Geist müssen sich beugen vor dem großen Ich bin. (In den Fußspuren des großen Arztes 445)

 

Weder durch Nachforschungen in den Schlupfwinkeln der Erde, noch durch vergebliche Unternehmen, in die Geheimnisse Gottes einzudringen, wird Weisheit erlangt. Sie wird erlangt, indem man die Offenbarung, die zu geben ihm gefallen hat, demütig empfängt und sein Leben seinem

Willen anpasst. (Testimonies VIII, 279)

 

 

Satan sinnt unentwegt darüber nach, wie er das Denken der Menschen mit solchen Dingen beschäftigen kann, die sie daran hindern, zur Erkenntnis Gottes zu gelangen.  Wir leben in einer Welt der Sünde und Verderbnis und sind Einflüssen ausgesetzt, die die Nachfolger Christi verlocken oder verzagt machen können. (Aus der Schatzkammer der Zeugnisse Band 2, 305)

Sehen wir auf Jesus, dann erkennen wir, dass Schenken zur Herrlichkeit Gottes gehört. Jesus sagt von sich, „dass ich ... nichts von mir selber tue“. Johannes 8,28. „Der Vater, von dem alles Leben kommt, hat mich gesandt, und ich lebe durch ihn.“ Johannes 6,57 (GN). „Ich suche nicht meine Ehre“ (Johannes 8,50), sondern die Ehre dessen, der mich gesandt hat. Johannes 7,18. Diese Worte erläutern den erhabenen Grundsatz, auf dem das Leben des Alls beruht. Christus erhielt alles von Gott, er nahm aber lediglich, um seinerseits zu schenken. So wird auch in den himmlischen Vorhöfen verfahren, das gilt auch für Jesu Dienst für alle Geschöpfe: durch den geliebten Sohn wird das Leben des Vaters allem zuteil; über den Sohn kehrt es als Lobpreis und fröhlicher Dienst wieder zum Vater zurück, eine Flut der Liebe gleichsam, die zum erhabenen Ursprung aller Dinge zurückströmt. Durch Christus wird somit der Kreislauf des Segens geschlossen, das Wesen des Gebers aller Dinge und das Gesetz des Lebens enthüllt. (LJ 11.1)

 

Dieses Gesetz wurde ausgerechnet im Himmel übertreten. Die Sünde entsprang der Selbstsucht. Luzifer, der schirmende Cherub, wollte der Erste im Himmel sein. Er trachtete danach, die himmlischen Wesen zu beherrschen, sie dem Schöpfer abspenstig zu machen und ihre Huldigung für sich zu gewinnen. Deshalb verleumdete er Gott und schrieb ihm den Wunsch nach Selbsterhöhung zu. Die eigenen üblen Wesenszüge versuchte er dem liebevollen Schöpfer anzudichten. So täuschte er Engel und Menschen. Er verleitete sie, an Gottes Wort zu zweifeln und seiner Güte zu misstrauen. Weil Gott ein Gott der Gerechtigkeit und furchterregender Hoheit ist, veranlasste Satan sie, ihn für hartherzig und unversöhnlich zu halten. Dadurch verführte er die Menschen, sich seiner Rebellion gegen Gott anzuschließen. Eine Nacht der Leiden brach damit über unsere Erde herein. (LJ 11.2)

 

Durch das Missverstehen der Absichten Gottes wurde die Welt verfinstert. Damit die dunklen Schatten erhellt und die Schöpfung zu Gott zurückgeführt würde, musste Satans trügerische Macht vernichtet werden. Das aber konnte nicht durch Gewaltanwendung geschehen. Gewaltausübung steht den Grundsätzen der Herrschaft Gottes entgegen. Er erwartet lediglich einen Dienst aus Liebe. Sie aber kann man weder befehlen noch durch Machteinsatz oder Amtsgewalt erzwingen. Nur Liebe erzeugt Gegenliebe. Gott erkennen heißt ihn lieben. Der Gegensatz seines Charakters zu dem Charakter Satans musste deshalb geoffenbart werden. Nur einer im ganzen Universum konnte dies tun; nur er, der die Höhe und Tiefe der Liebe Gottes kannte, konnte sie auch verkünden. Über der dunklen Erdennacht sollte die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen voller „Heil unter ihren Flügeln“. Maleachi 3,20. (LJ 11.3)

Derselbe Geist, der die Empörung im Himmel anstiftete, erregt noch immer Aufruhr auf Erden. Satan verfolgt bei den Menschen denselben Plan, den er bei den Engeln anwandte. Sein Geist herrscht jetzt in den Kindern des Ungehorsams. Gleich ihm versuchen auch sie die Schranken des Gesetzes Gottes niederzureißen und versprechen den Menschen Freiheit durch die Übertretung seiner Verordnungen. Wegen der Sünde gerügt worden zu sein, erweckt noch immer den Geist des Hasses und des Widerstandes. Wirken Gottes Warnungsbotschaften auf das Gewissen, so verleitet Satan die Menschen, sich zu rechtfertigen und bei andern Teilnahme für ihr sündiges Leben zu suchen. Statt ihre Irrtümer zu berichtigen, erregen sie Unwillen gegen den Mahnenden, als sei er die einzige Ursache ihrer Schwierigkeit. Von den Tagen des gerechten Abel bis in unsere Zeit hat sich dieser Geist denen gegenüber offenbart, die es wagten, die Sünde zu rügen. (GK 503.1)

 

Adam glaubte der Versuchung Satans, der den Charakter Gottes falsch darstellte. Dadurch wurde sein Leben verändert und befleckt. Er war dem Gebot Gottes ungehorsam, indem er genau das tat, was Gott ihm verboten hatte. Adam fiel durch Ungehorsam. Hätte er jedoch die Prüfung bestanden und wäre Gott treu geblieben, dann hätten sich die Tore der Leidensflut auf unserer Welt nicht geöffnet. Indem der Mensch Satans falscher Darstellung von Gott glaubte, änderten sich sein Charakter und seine Bestimmung. Wenn Menschen jedoch an das Wort Gottes glauben, werden sie in Geist und Charakter umgestaltet und für das ewige Leben tauglich gemacht. (Selected Messages Band 1, 345)

 

Durch die gleiche falsche Darstellung des Wesens Gottes, deren Satan sich im Himmel bediente und die Gott als streng und herrschsüchtig abstempelte, verleitete er die Menschen zur Sünde. Und als er damit Erfolg hatte, behauptete er, Gottes ungerechte Einschränkungen hätten zum Fall der Menschen geführt, wie sie auch Anlass zu seiner eigenen Empörung gewesen wären. 

Aber der Ewige selbst verkündet sein Wesen als „Herr, Herr, Gott, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue! der da bewahret Gnade in tausend Glieder und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, und vor welchem niemand unschuldig ist.“ 2.Mose 34,6.7. (GK 503.2+3)

 

Dem Wachstum derer, die wünschen, „mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht“ (Kolosser 1,9) erfüllt zu werden, setzt Gott keine Grenzen. Durch Gebet, durch Wachsamkeit, sowie durch wachsende Erkenntnis und Einsicht sollen sie „mit aller Kraft durch seine herrliche Macht“ (Kolosser 1,11) gestärkt werden. Dadurch werden sie vorbereitet, um für andere zu wirken. Der Erlöser will geläuterte und geheiligte Menschen zu seinen Helfern machen. Für diese große Gnade wollen wir dem danken, „der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. Er hat uns errettet von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes.“ (Kolosser 1,12.13). (GNA 286.5)

 

Die Menschen, die Gott in seinen Dienst ruft, haben keineswegs alle den gleichen Erkenntnisstand, die gleichen Erfahrungen oder die gleiche Fähigkeit, sein Wort weiterzugeben. Manche leben in einer so engen Beziehung zu Christus, dass es fast so scheint, als hätten sie “direkten Zugang zum Baum des Lebens”. Sie sind gleichsam ständig in der Schule Jesu und werden mit Erkenntnissen und Erfahrungen beschenkt, die ihre Arbeit für Gott befruchten und für andere zum Segen werden. Sie sind geistlich gesinnt und für geistliche Dinge empfänglich. Gottes Wort besitzt für sie mehr Anziehungskraft als jede andere Lektüre. Solchen Menschen kann Gott nahekommen, und er spricht zu ihnen in einer Weise, die nicht misszuverstehen ist. (FG2 155.3)

 Wer einmal die Liebe Christi geschmeckt hat, sehnt sich nach immer größerem Genuss, und je mehr er mitteilt, desto mehr wird er empfangen. Jede Offenbarung Gottes vermehrt die Fähigkeit der Seele, zu erkennen und zu lieben. Das beständige Verlangen eines solchen Menschen ist: „Mehr durch ihn“, und der Geist antwortet: „Viel mehr“; denn unser Gott hat Freude daran, überschwänglich zu tun „über alles, was wir bitten oder verstehen“. Epheser 3,20. Christus, der sich zum Heil der verlorenen Menschheit selbst entäußerte, empfing den Heiligen Geist ohne Maß, und jeder Nachfolger, der sich ihm völlig übergibt, dass das Herz Christi Wohnstatt sein kann, wird dieselbe Erfahrung machen. Unser Herr hat uns befohlen: „Werdet voll Geistes“, und dies Gebot ist zugleich eine Verheißung, die ihre Erfüllung in sich trägt. Es war des Vaters Wohlgefallen, dass in Christus alle Fülle wohne, „und ihr habt diese Fülle in ihm“. Kolosser 2,10. (BL 21.3)

 Wer ist unter uns, der bei einem verzehrenden Feuer wohnen möge? Wer ist unter uns, der bei der ewigen Glut wohne? Wer in Gerechtigkeit wandelt und redet, was recht ist; wer Unrecht hasst samt dem Geiz und seine Hände abzieht, dass er nicht Geschenke nehme; wer seine Ohren zustopft, dass er nicht Blutschulden höre, und seine Augen zuhält, dass er nichts Arges sehe: der wird in der Höhe wohnen, und Felsen werden seine Feste und Schutz sein. Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser hat er gewiss. Deine Augen werden den König sehen in seiner Schöne; du wirst das Land erweitert sehen, dass sich dein Herz sehr verwundern wird...Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Denn das Volk, das darin wohnt, wird Vergebung der Sünde haben. (Jesaja 33, 14 ff.)

 

Herr, wer wird wohnen in deiner Hütte? Wer wird bleiben auf deinem heiligen Berge?  Wer ohne Tadel einhergeht und recht tut und redet die Wahrheit von Herzen; wer mit seiner Zunge nicht verleumdet und seinen Nächstem kein Arges tut und seinen Nächsten nicht schmäht; wer die Gottlosen für nichts achtet, sondern ehrt die Gottesfürchtigen; wer sich selbst zum Schaden schwört und hält es; wer sein Geld nicht auf Wucher gibt und nimmt nicht Geschenke gegen den Unschuldigen: wer das tut, der wird wohl bleiben. (Psalm 15)

 

Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth! Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Denn der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge hecken: deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und Gott. Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Sela.   

(Psalm 84,2-4)

 

Einem jeden Menschen bietet sich reichliche Gelegenheit, das aus sich zu machen, was er werden will. Die Segnungen dieses und des zukünftigen Lebens sind ihm erreichbar. Er kann einen Charakter von gediegenem Werte formen, indem er neue Kraft bei jedem Schritte gewinnt. Er kann täglich seine Weisheit und Kenntnisse mehren und sich neuer Freuden bewusst sein, indem er an Tugend und Gnade zunimmt. Seine Fähigkeiten werden durch deren Gebrauch ausgebildet, und je mehr er an Weisheit zunimmt, desto fähiger wird er sein, noch mehr zu erlangen. Demzufolge wird seine Einsicht, Weisheit und Tugend sich mehren und im vollkommenen Ebenmaße sich entwickeln. (ChM 51.3)

 

Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist, der Erdboden und was darauf wohnt. Denn er hat ihn an die Meere gegründet und an den Wassern bereitet. Wer wird auf des HERRN Berg gehen, und wer wird stehen an seiner heiligen Stätte? Der unschuldige Hände hat und reines Herzens ist; der nicht Lust hat zu loser Lehre und schwört nicht fälschlich: der wird den Segen vom HERRN empfangen und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt, das da sucht dein Antlitz, Gott Jakobs. Sela. Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehe!  Wer ist derselbe König der Ehren? Es ist der HERR, stark und mächtig, der HERR, mächtig im Streit. Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehe! Wer ist derselbe König der Ehren? Es ist der HERR Zebaoth; er ist der König der Ehren. Sela. (Psalm 24)

 Jesus sprach zu seinen Zuhörern vom Weltenherrscher als von “unserm Vater”. Er wollte ihnen damit verständlich machen, in welch innigem Verhältnis Gott zu ihnen stand. Er lehrte, dass Gott auch jedem Verlorenen nachgeht; denn “wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten”. Psalm 103,13. Ein solcher Gottesbegriff findet sich außer in der biblischen in keiner andern Religion der Erde. Im Heidentum ist das höchste Wesen ein mehr Furcht als Liebe einflößender Gott. Das Heidentum kennt nur die grollende Gottheit, die durch Opfer besänftigt werden muss, und weiß nichts von dem Vater, der seine Kinder mit Liebe überschüttet. Selbst das Volk Israel war gegenüber der köstlichen Verkündigung der Propheten von Gott so blind geworden, dass diese Offenbarung seiner Vaterliebe ihnen eigenartig, wie ein                                                                                     neues Geschenk für diese Welt, vorkam. (BL 63.4)

Nicht irdische Stellung, nicht Geburt, nicht Volkszugehörigkeit noch religiöser Besitz weisen uns als Glieder der Familie Gottes aus; dazu gehört ganz allein die Liebe, die Liebe zu allen Menschen. Selbst Sünder, deren Herzen dem Heiligen Geist noch nicht ganz verschlossen sind, zeigen sich empfänglich für Freundlichkeit. Haben sie Hass um Hass gegeben, werden sie nun Liebe mit Liebe vergelten. Der Geist Gottes aber wird sie dahin führen, dass auch sie Liebe für Hass geben können. Zu Undankbaren und Bösen freundlich sein, Gutes tun ohne Hoffnung auf Entgelt, das ist das Kennzeichen himmlischen Königtums, und so legen die Kinder des Höchsten ihren hohen Standpunkt dar. (BL 64.4)

 

Die Welt, die der Teufel eingenommen hat und mit grausamer Tyrannei beherrscht, hat der Sohn Gottes durch seine Großtat in den Bereich seiner Liebe gezogen und wieder mit dem Throne Gottes verkettet. Cherubim und Seraphim und die unzähligen Scharen von den rein gebliebenen Welten sangen Gott und dem Lamm Jubellieder, als der Sieg gewonnen war. Sie jauchzten, dass dem sündigen Geschlecht nunmehr der Heilsweg geöffnet war und dass die Erde vom Fluch der Sünde frei werden sollte. Wie viel mehr Grund zur Freude haben alle, die diese wunderbare Liebe umfängt!  (BL 87.4)

 

 

 

Wie können wir da zweifeln und schwanken oder uns gar als Waisen fühlen? Wegen der Gesetzesübertreter hat Jesus menschliche Natur auf sich genommen. Er wurde gleichwie wir, damit wir ewigen Frieden und ewige Gewissheit hätten. Wir haben einen Fürsprecher im Himmel, und wer ihn persönlich als Heiland annimmt, ist kein Waisenkind mehr, das die Last seiner Sünde zu tragen hätte. (BL 87.5)

 

Wie wenig teilen wir doch mit Christus, was das stärkste Band der Gemeinschaft zwischen uns und ihm sein sollte- das Mitgefühl für heruntergekommene, schuldige, leidende Seelen, die tot in Übertretungen und Sünden sind! Die Unmenschlichkeit von Menschen gegenüber Menschen ist unsere größte Sünde. Viele meinen, sie müssten die Gerechtigkeit Gottes hervorheben. Dabei versäumen sie völlig, sein Mitgefühl und seine große Liebe auszustrahlen. Oft stehen die, denen sie hart und streng gegenübertreten, gerade unter dem Ansturm von Versuchungen. Satan kämpft gerade um diese Seelen, und harsche, unfreundliche Worte entmutigen sie zusätzlich und lassen sie schließlich der Macht des Verführers unterliegen. (SGA 123.4)

 Bei diesen jährlichen Zusammenkünften wurden jung und alt zum Dienst für Gott ermutigt. Zugleich stärken sie die Gemeinschaft, die das Volk aus den verschiedenen Teilen des Landes untereinander und mit Gott verband.Es wäre auch für das gegenwärtige Volk Gottes manchmal gut, ein Laubhüttenfest zu haben als frohes Erinnern an Gottes Segnungen. Wie Israel der Befreiung ihrer Väter durch Gottes Hilfe und ihrer wunderbaren Bewahrung auf den Wanderungen seit dem Auszug aus Ägypten gedachte, so sollten wir dankbar der mannigfachen Wege gedenken, auf denen er uns aus der Welt und damit vom Irrtum in das wunderbare Licht seiner Gnade und Wahrheit führte. (PP 521.3) 

 

Jesus übersieht keinen, der sich im Gebet an ihn wendet; selbst wenn das Gebet im Verborgenen geschieht oder das "Gebet" eigentlich nur eine Regung des Herzens ist. Wer ernsthaft um die Erkenntnis der Wahrheit bittet, wird sie empfangen - und wenn der Herr Engel schicken müsste, um sie zu vermitteln. (BW 95.4)

 Wenn sich der Sturm der Versuchung über uns zusammenbraut, Blitze zucken und die Wellen über uns zusammenschlagen, meinen wir, wir müssten mit diesem Unwetter allein fertig werden und vergessen, dass da einer ist, der uns helfen kann. Wir vertrauen so lange auf unsere eigene Kraft, bis alle Hoffnung verloren ist und wir fast zugrunde gehen. Erst dann erinnern wir uns an Jesus und bitten ihn, uns zu retten; und wir schreien nicht umsonst zu ihm. Auch wenn er uns traurig auf unseren Unglauben und unsere Eigenwilligkeit aufmerksam macht, verweigert er uns nie die Hilfe, die wir benötigen. Weder an Land noch auf See, wenn wir den Heiland in unseren Herzen haben, brauchen wir uns nicht zu fürchten. Ein lebendiger Glaube an unseren Erlöser wird die Wellen des Lebens glätten und uns aus Gefahr erretten in der Weise, wie es für uns am besten ist. (ICP2 79.2)

Zu Noah wurde einst gesagt: „Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus; denn dich habe ich gerecht erfunden vor mir zu dieser Zeit.“ 1.Mose 7,1. Noah folgte der Aufforderung des Herrn und wurde gerettet. Lot empfing die Botschaft: „Macht euch auf und geht aus diesem Ort, denn der Herr wird diese Stadt verderben.“ 1.Mose 19,14. Lot begab sich unter die Obhut der himmlischen Boten und wurde bewahrt. Auch Christi Jünger wurden vor der Zerstörung Jerusalems gewarnt. Wer von ihnen auf die Zeichen des nahenden Untergangs achtete und aus der Stadt floh, entging der Vernichtung. So sind auch uns genügend Zeichen der Wiederkunft Christi und des Verderbens, das über die Welt hereinbrechen wird, gegeben worden. Wer diese Warnungen beachtet, wird gerettet werden. (CKB 10.4)

 

Gottes Gerichte kommen dadurch über die Menschen, dass diese sich selbst außerhalb seines Schutzes stellen. Er warnt, ermahnt und tadelt, er weist sie auf den einzig sicheren Weg hin. Wenn diejenigen, um die er sich besonders bemüht hat, ihren eigenen Zielen folgen, unabhängig vom Geist Gottes, und sie trotz wiederholter Warnungen ihren eigenen Weg wählen, dann wird er seinen Engeln nicht befehlen, Satans entschlossene Angriffe abzuwenden. Es ist die Macht Satans, die auf den Meeren und auf dem Land Katastrophen und Leid hervorruft und viele zu seiner sicheren Beute macht. Gott wird durch seine Feinde die bestrafen, die ihren eigenen verderblichen Wegen gefolgt sind und Gottes Botschaft entstellt, verkannt und verächtlich behandelt haben. Schon jetzt wird der Geist Gottes — beleidigt, abgelehnt und missbraucht — von der Erde zurückgezogen. So rasch, wie sich Gottes Geist zurückziehen wird, wird dann Satan sein furchtbares Werk auf dem Land und auf den Meeren verrichten. (CKB 171.31-172.2)

Wenn Christus in seiner Herrlichkeit erscheint, werden die Gottlosen seinen Anblick nicht ertragen können. Die Herrlichkeit seiner Erscheinung, die denen, die ihn lieben, Leben bringt, bedeutet für die Gottlosen den Tod. Das Warten auf sein Kommen ist diesen daher „ein schreckliches Warten auf das Gericht und das gierige Feuer“. Hebräer 10,27. Wenn er erscheint, werden sie begehren, vor dem Angesicht dessen bedeckt zu werden, der einst starb, sie zu erlösen. 

Die Menschen dagegen, deren Herzen durch das Wirken des Heiligen Geistes gereinigt wurden, finden sich in einer völlig anderen Lage. Sie vermögen Gott zu schauen. Mose war einst in der Felsenhöhle verborgen, als der Herr ihm seine Herrlichkeit offenbarte; sind wir in Christus geborgen, so schauen wir Gott, die Liebe. (BL 25.3-25.4)

Wer ein reines Herz und liebliche Rede hat, dessen Freund ist der König.“ Sprüche 22,11. Durch den Glauben schauen wir ihn schon jetzt. Bei unseren täglichen Erfahrungen nehmen wir Güte und Mitgefühl in seinen Schickungen wahr. Wir erkennen Gott auch in seinem Sohn; der Heilige Geist erschließt dem Verstande und dem Herzen die Wahrheit von Gott und von dem, den er gesandt hat. Die reines Herzens sind, schauen Gott in einer neuen, innigen Beziehung zu sich, nämlich als ihren Erlöser. Und während sie die liebenswerte Reinheit und Schönheit seines Wesens erkennen, möchten sie ihn aus Herzensgrund als sein Ebenbild widerspiegeln. Sie sehen in ihm den Vater, der sich danach sehnt, sein bußfertiges Kind in die Arme zu schließen, und ihre Herzen sind von unaussprechlicher Freude und Wonne erfüllt. (BL 25.5)

 Die reines Herzens sind, bringen ihre Lebenszeit wie in der Gegenwart Gottes zu. Im zukünftigen unsterblichen Zustand aber werden sie Gott von Angesicht zu Angesicht schauen, Adam gleich, als er mit Gott im Garten Eden wandelte und redete. "Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; Dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; Dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. " 1.Korinther 13,12 (BL 26.2)

Die reines Herzens sind, erkennen den Schöpfer in den Werken seiner mächtigen Hand, in den Schönheiten der Natur, die das Weltall erfüllen; noch deutlicher lesen sie die Offenbarungen seiner Barmherzigkeit, seiner Güte und Gnade in seinem geschriebenen Wort. Die Wahrheiten, die den Weisen und Klugen verborgen bleiben, sind den Unmündigen offenbart. Die Schönheiten und Kostbarkeiten in diesem Worte, die von Weltweisen nicht erkannt werden, entfalten sich denen immer mehr, die gläubig und kindlich den Willen Gottes zu erkennen und zu tun wünschen. Wir erkennen die Wahrheit, je mehr wir persönlich der göttlichen Natur teilhaftig werden. (BL 26.1)

 

 

Wir haben nicht die Weisheit, um unser eigenes Leben zu planen. Es ist nicht unsere Sache, unsere Zukunft zu formen. ... Wir sollten uns auf Gott verlassen, damit unser Leben die direkte Auswirkung seines Willens sein kann. Wenn wir unsere Schritte ihm überlassen, wird er unsere Schritte lenken. (The Ministry of Healing 478-479)

 

Es mag vorkommen, dass Eltern sich von ihrem hungrigen Kind abwenden,

doch Gott kann niemals den Schrei eines bedürftigen und sehnsüchtigen Herzens überhören. (Thoughts from the Mount of Blessing 132)

 

Durch das Geschenk Christi erhalten wir allen Segen. Durch diese Gabe fließt uns Tag für Tag unaufhörlich die Güte Gottes zu. Jede Blume mit ihren feinen Farben und ihrem süßen Duft ist durch diese eine Gabe zu unserer Freude gegeben. Sonne und Mond sind von ihm geschaffen, es gibt keinen Stern, der den Himmel schmückt, der von ihm nicht gemacht wurde. Nicht ein Stück Nahrung ist auf unserem Tisch, für das er nicht zu unserem Lebensunterhalt gesorgt hat. Die Handschrift Jesu ist auf allem zu erkennen. (Testimonies Bd. 8, 287 -288)

 

Worte können den Frieden und die Freude nicht beschreiben, die der erlebt, der Gott beim Wort nimmt. Anfechtungen können ihm nichts anhaben, üble Nachrede regt ihn nicht auf. Das eigene Ich ist gekreuzigt. Auch wenn mit jedem Tag die Pflichten und Aufgaben anstrengender, die Versuchungen stärker und die Prüfungen ernster werden, so wird ein solcher Mensch nicht aufgeben, denn die Kraft, die er erhält, ist genau so groß, wie er sie braucht.

(Messages to Young People 98)

 

Gottes Liebe für seine Kinder ist in der Zeit ihrer schwersten Prüfungen

genauso stark und gütig wie in den Tagen ihres sonnigsten Glücks. (GC 621)

 

Unser himmlischer Vater hat tausend Wege, für uns zu sorgen, von denen wir keine Ahnung haben. Wer sich den einen Grundsatz zu eigen macht, dem Dienst für Gott und seiner Ehre den ersten Platz einzuräumen, wird feststellen, dass die Schwierigkeiten schwinden und sich ein ebener Weg vor ihm auftut. (DA 330)

“Bis hierher hat uns der Herr geholfen” und er wird uns auch beistehen bis ans Ende. 1.Samuel 7,12. Laßt uns auf die Gedenksäulen schauen als Beweis dafür, was der Herr getan hat, um uns zu erquicken und aus der Hand des Widersachers zu erretten. Halten wir in frischem Angedenken die vielen Gnadengaben, mit denen Gott uns überhäuft hat, die Tränen, die er getrocknet, die Schmerzen, die er gestillt hat, erinnern wir uns der Schwierigkeiten, die er gelöst, der Furcht, die er verscheucht, der Bedürfnisse, für die er gesorgt, der Segnungen, die er über uns ausgeschüttet hat! Dadurch sammeln wir Stärke für die noch vor uns liegende Pilgrimschaft. Wohl müssen wir mit neuen Verwicklungen in dem bevorstehenden Kampf rechnen, aber wir können sowohl auf das Vergangene als auch auf das Zukünftige blicken und sagen: “Bis hierher hat uns der Herr geholfen.” 1.Samuel 7,12. Und: “Wie deine Tage sei deine Kraft.” 5.Mose 33,25 . Die uns auferlegten Prüfungen werden unsere Kraft nicht übersteigen. Lasst uns da wirken, wo wir gerade Arbeit finden, und glauben, dass in allen Fällen die Widerstandsfähigkeit der Größe der Versuchung entspricht!”(WZC 92.3)

"Er weiß, daß Prüfungen und Fährnisse unser warten, und handelt demgemäß mit uns. Es liegt nicht in seiner Absicht, uns aus einer Welt voll Sünde und Übel zu entrücken, sondern er weist auf die Hilfe hin, die uns nie im Stich läßt. Betet er doch für seine Jünger: “Ich bitte nicht, daß du sie von der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Übel.” Johannes 17,15. “In der Welt”, spricht er, “habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.” Johannes 16,33. In der Bergpredigt unterwies Christus seine Jünger mit herrlichen Worten über die Notwendigkeit, auf Gott allein zu vertrauen. Diese Betrachtungen waren dazu bestimmt, die Kinder Gottes aller Zeiten zu ermutigen; sie sind auch uns zur Belehrung und zum Trost gegeben. Der Heiland lenkte die Blicke seiner Nachfolger auf die Vöglein unter dem Himmel, die ohne Sorgen ihre Loblieder erschallen lassen; denn “sie säen nicht, sie ernten nicht”. Gleichwohl sorgt der Vater im Himmel für alle ihre Bedürfnisse. Der Heiland fragt uns: “Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?” Matthäus 6,26. Der erhabene Versorger der Menschen und Tiere öffnet seine Hand und erhält alle seine Geschöpfe. Er läßt die Vögel unter dem Himmel nicht unbeachtet; er legt ihnen die Nahrung zwar nicht in ihre Schnäbel, aber er versieht sie mit dem Nötigen. Sie müssen die Körner selbst sammeln, die er für sie ausstreut, sie müssen den Bedarf für ihre Nestlein vorbereiten und die Jungen füttern. Sie gehen mit einem Lobgesang an ihre Arbeit; denn “euer himmlischer Vater nährt sie”. “Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?” Matthäus 6,26. Steht ihr als vernünftige, geistlich gerichtete Anbeter nicht höher im Werte als die Vögel des Himmels? Will nicht der Schöpfer unseres Daseins, der Erhalter unseres Lebens, der uns nach seinem Bilde geschaffen hat, auch für unsere Bedürfnisse sorgen, wenn wir ihm vertrauen?" (WZC 90.3 - WZC 91.3)

Etliche Menschen leben in steter Furcht und bereiten sich unnötig Kummer. Jeden Tag haben sie handgreifliche Beweise der Liebe Gottes. Sie nehmen wohl die Gnadengeschenke seiner väterlichen Fürsorge hin, aber sind sich doch dieser Wohltaten nicht bewußt. Sie beschäftigen sich in ihren Gedanken mit unangenehmen Dingen und fürchten ihr Kommen. Treten dann wirklich Schwierigkeiten ein, so machen die kleinen Hindernisse diese bedauernswerten Menschen blind gegen die vielen Guttaten, für die sie dankbar sein sollten. Statt daß solche Notstände sie zu Gott, der einzigen Hilfsquelle, treiben, lassen sie sich dadurch von ihm trennen, weil die Mühsale Unruhe und Murren in ihren Herzen wachrufen. Tun wir wohl daran, wenn wir in solchem Unglauben dahinleben? Weshalb sollten wir so undankbar und mißtrauisch sein? Jesus ist unser Freund; der ganze Himmel nimmt Anteil an unserm Wohlergehen. Wir sollten nicht dulden, daß die Mühen und Beschwerden des Tages unser Gemüt beunruhigen und unsere Stirn verdüstern. Lassen wir es zu, so werden wir stets etwas finden, was uns peinigt und quält. Wir sollten nicht Besorgnissen nachhängen; denn sie reiben uns nur auf und verzehren unser Leben, helfen uns aber nicht, die uns auferlegten Bürden zu tragen. Wirtschaftliche Nöte mögen über euch kommen, die Zukunft mag trübe und dunkel vor euch liegen, Verluste mögen euch bedrohen verzagt deshalb nicht! Werft eure Sorgen auf Gott, bleibt ruhigen und gelassenen Herzens! Betet um Weisheit und Verstand, eure Geschäfte in rechter Weise abzuwickeln, um dadurch Einbuße und Unheil fernzuhalten. Erstrebt mit all euren Kräften günstige Ergebnisse! Jesus hat euch seinen Beistand verheißen, aber nur für den Fall, dass ihr selbst eure Schuldigkeit tut. Wenn ihr auf euren himmlischen Helfer gestützt, alles getan habt, was ihr tun konntet, dann dürft ihr dem, was kommt, ruhig ins Auge sehen. Es ist nicht der Wille Gottes, dass seine Kinder mit Sorgen beladen dahinwandeln. Aber unser Herr täuscht uns nicht. Er sagt nicht: “Fürchtet euch nicht; auf euren Lebenswegen gibt es keine Gefahren. Er weiß, dass Prüfungen und Fährnisse unser warten, und handelt demgemäß mit uns. Es liegt nicht in seiner Absicht, uns aus einer Welt voll Sünde und Übel zu entrücken, sondern er weist auf die Hilfe hin, die uns nie im Stich lässt. Betet er doch für seine Jünger: „Ich bitte nicht, dass du sie von der Welt nehmest, sondern dass du sie bewahrest vor dem Übel.“ Johannes 17,15. „In der Welt“, spricht er, „habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Johannes 16,33. (WZC 89.4 - WZC 90.3)

Wenn Satan euch versucht, so äußert nicht ein Wort der Unsicherheit oder des Unglaubens. Wenn ihr seinen Einflüsterungen Gehör schenkt, dann werden Misstrauen und trotzige Gedanken in eure Herzen einziehen. Gebt ihr euren Gefühlen Ausdruck, dann wird jeder ausgesprochene Zweifel nicht nur auf euch selbst zurückwirken, sondern als Samen in den Herzen anderer Wurzel schlagen und schädliche Früchte tragen; auch ist es unmöglich, dem Einfluss eurer Worte entgegenzuarbeiten. Ja, ihr selbst mögt von der Zeit der Versuchung wieder genesen und euch von dem Fallstrick Satans losmachen, andern aber, angesteckt von eurem bösen Einfluss, können vielleicht nicht von dem Unglauben frei werden, den eure Worte auf sie übertragen haben. Wie wichtig ist es deshalb, dass wir nur von solchen Dingen reden, die geistliche Stärke und Leben verleihen! Engel merken auf und hören, welchen Bericht ihr der Welt von eurem himmlischen Meister gebt. Sprecht in euren Unterhaltungen von dem, der euch vor dem Vater vertritt! Wenn ihr einem Freunde die Hand zum Gruß reicht, dann lasst das Lob Gottes auf euren Lippen und in euren Herzen sein. Das wird auch seine Gedanken auf Jesus lenken. Alle leiden unter Prüfungen, Schmerz und Trauer, die schwer zu ertragen sind, Versuchungen, denen nur mühsam zu widerstehen ist. Klagt eure Sorgen nicht euren Mitmenschen, sondern bringt sie im Gebet vor Gott. Macht es euch zur Regel, nie ein Wort des Zweifels oder der Niedergeschlagenheit auszusprechen. Ihr könnt viel dazu beitragen, das Leben anderer zu erheitern und sie in ihren Bestrebungen durch Worte der Hoffnung und heiliger Aufmunterung zu stärken. Manche, die sonst unerschrocken sind, werden empfindlich von Versuchungen gepeinigt; sie sind nahe daran, im Kampfe mit sich selbst und den Mächten Satans zu unterliegen. Entmutigt solche nicht in ihren schweren Anfechtungen. Richtet sie mit begeisternden, hoffnungsfreudigen Worten auf, die sie auf ihrem Wege anspornen. Wenn ihr so handelt, wird Christi Licht von euch ausstrahlen; “denn unser keiner lebt sich selber”. Römer 14,7. Durch unsern unbewussten Einfluss werden andere entweder gestärkt oder von Christus und seiner Wahrheit weggetrieben. Viele Menschen haben eine irrige Vorstellung von dem Leben und Wesen Christi. Sie meinen, dass dem Erlöser Wärme und Sonnenschein gemangelt habe, dass er ernst, streng und freudlos gewesen sei. In vielen Fällen enthält die ganze christliche Erfahrung durch so dunkle Bilder einen trüben Anstrich. Man hört so oft sagen, Jesus habe geweint, aber es sei nichts davon bekannt, dass er jemals gelächelt habe. Unser Heiland war wohl ein Mann der Schmerzen; Kummer und Betrübnis waren ihm nicht fremd; denn sein Herz stand den Leiden aller offen. Aber obgleich sein Leben ein Leben der Selbstverleugnung war und von Mühen und Sorgen beschattet wurde, ließ sich doch sein Geist nicht niederdrücken. Sein Antlitz trug nicht den Ausdruck von Gram und Verdruss, sondern war stets heiter und voller Frieden. Sein Herz war die tiefe Lebensquelle; wohin er auch immer ging, brachte er Ruhe und Frieden, Freude und und Wonne mit sich.  (WZC 87.1 - WZC 88.4)

Unser Heiland zeigte stets einen tiefen und heiligen Ernst, niemals aber Trübsinn oder mürrische Laune. Das Leben derer, die ihn zum Vorbild nehmen, wird von festen Vorsätzen erfüllt sein; sie werden ein wirkliches Verständnis persönlicher Verantwortung haben. Der Leichtsinn wird schwinden; es ist keine Rede mehr von ungezügelter Lustigkeit und rohen Scherzen. Die Gottesanschauung Jesu wirkt Frieden wie ein Wasserstrom. Dieser Glaube löscht das Licht der Freude nicht aus, er unterdrückt nicht den Frohsinn und verdunkelt nicht das sonnige Lächeln auf den Gesichtern. Christus kam nicht in die Welt, daß er sich dienen lasse, sondern vielmehr, daß er diene; wenn daher seine Liebe unsere Herzen lenkt, werden wir seinem Beispiel folgen. Solange wir nur immer an die lieblosen, ungerechten Handlungen unserer Mitmenschen denken, werden wir es für unmöglich halten, sie so zu lieben, wie Christus uns geliebt hat. Wenn aber die wunderbare Liebe und Barmherzigkeit Christi in unsern Herzen wohnt, wird sich derselbe Geist auch über andere verbreiten. Wir sollten einander lieben und schätzen, ungeachtet der Fehler und Unvollkommenheiten, die wir nicht übersehen können. Es gilt, demütig zu sein, uns selbst nicht zu sicher zu fühlen und die Schwächen anderer geduldig zu tragen. Dies wird alle engherzige Ichsucht töten und uns edelmütig und großherzig machen. Der Psalmdichter singt: “Hoffe auf den Herrn und tue Gutes; so wirst du im Lande wohnen und sollst wahrlich gespeist werden.” Psalm 37,3. Vertraut auf Gott! Jeder Tag hat seine Lasten, Mühsale und Schwierigkeiten, und wie leicht sind wir dann geneigt, darüber zu reden, wenn wir uns sehen. Wie viele sogenannte geborgte Sorgen drängen sich ein; wie viel unnötige Furchtanwandlungen überkommen uns; wie oft erdrückt uns die Last unserer Besorgnisse, dass wir meinen, wir hätten keinen barmherzigen, liebevollen Heiland, der stets bereit ist, unsere Bitten zu hören und uns zu jeglicher Zeit, in jeder Not hilfreich beizustehen. (WZC 88.4 - WZC 89.3)

 Die himmlischen Intelligenzen wurden auf eine furchtsame Bekundung der allmächtigen Kraft vorbereitet. Jede Regung wurde mit intensiver Sorge beobachtet. Die Ausübung der Gerechtigkeit wurde erwartet. Die Engel meinten, dass Gott die Bewohner der Erde bestrafen würde. Aber Gott sprach: Ich will meinen Sohn senden. Vielleicht werden sie ihn achten. 'Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.' Erstaunliche Gnade! Christus kam nicht, um die Welt zu verdammen, sondern um die Welt zu retten. 'Hier ist die Liebe, nicht, dass wir Gott liebten, sondern, dass er uns liebte und seinen Sohn sandte, um die Sühne für unsere Sünden zu sein.' (Ms 166-1898.27)

 An unserer winzigen Welt zeigt das ganze himmlische Universum die regste Anteilnahme, weil Christus für die Menschen, die sie bewohnen, einen unermesslichen Preis bezahlt hat. Der Erlöser der Welt hat Erde und Himmel durch das Band des Geistes miteinander verknüpft, denn die Erlösten des Herrn leben hier unten. Noch immer besuchen Wesen vom Himmel die Erde, genauso wie in den Tagen, als sie mit Abraham und Mose zusammenkamen und sprachen. Mitten in der Hektik der Großstadt, unter der Menschenmenge, die sich auf Straßen und in Einkaufszentren drängt und von morgens bis abends nur für ihre Geschäfte und Vergnügungen lebt, als ob es keinen anderen Lebenszweck gäbe — selbst in dieser Masse, in der nur wenige über die unsichtbare Wirklichkeit nachdenken, sind die heiligen Beobachter aus der himmlischen Welt unterwegs. (BRG 140.2)

Es sind große und wichtige Wahrheiten zu offenbaren, und diese können nicht verstanden werden, wenn der Geist sie nicht fassen und lieben wird. Wenn wir sie in unser Leben integrieren, dann werden wir sie nicht, wie ein überfließender Brunnen, zurückhalten oder binden können. Das, was wir gehört und gesehen und erlebt haben, wird für uns eine lebendige Wirklichkeit sein, und wir können nicht anders als über die Dinge sprechen und schreiben, die wir kennen, die auf die Erfahrung unseres Geistes gestempelt sind. (Lasst uns) festhalten die Berufung unseres Glaubens, Christus wohnt in uns durch den Glauben.   (20 MR 246.2)

Mir wurde gezeigt, dass die Gerichte Gottes nicht direkt vom Herrn auf sie kommen werden, sondern auf diese Weise: Sie stellen sich jenseits seines Schutzes. Er warnt, korrigiert, tadelt und zeigt den einzig sicheren Pfad auf; wenn dann diejenigen, die der einzige Gegenstand seiner besonderen Fürsorge gewesen sind, ihren eigenen Kurs verfolgen werden, unabhängig vom Geist Gottes; nach wiederholten Warnungen ihren eigenen Weg wählen, dann beauftragt er seine Engel nicht, Satans beschlossene Angriffe auf sie zu verhindern. Es ist Satans Kraft, die zu See und Land wirkt, Unglück und Not bringt und Massen hinweg schwemmt, um seine Beute zu sichern. Und es wird Sturm und Unwetter sein auf beidem, Meer und Land, denn Satan ist herabgekommen in großem Zorn. Er ist es, der wirkt. Er weiß, dass seine Zeit kurz ist und wenn er nicht zurückgehalten wird, würden wir weitere schreckliche Auswirkungen seiner Macht sehen als wir jemals erträumt haben. (14 MR 3.1)

Christus starb, um Sünder zu retten, nicht in ihren Sünden, aber von ihren Sünden. Die Warnung, die in Offenbarung gegeben wurde, zeigt uns die furchtbaren Konsequenzen der Übertretung. Durch Lippen, die nicht lügen werden, wurde Gottes Gesetz für heilig erklärt, gerecht und gut. Unsere Pflicht diesem Gesetz zu gehorchen, wird die Bürde der letzten Botschaft der Gnade an die Welt sein. Gottes Gesetz ist nichts Neues. Es ist keine geschaffene Heiligkeit, sondern bekannt gemachte Heiligkeit. Es ist ein Schlüssel von Prinzipien, die Barmherzigkeit, Güte und Liebe ausdrücken. Es präsentiert einer gefallenen Menschheit den Charakter Gottes und erklärt deutlich die ganze Pflicht des Menschen. (RH April 27, 1911, Art. B, par.4)

Der unendliche Gott, sagte Jesus, macht es zu unserem Privileg, sich ihm durch den Namen des Vaters zu nahen. Versteht, was das alles mit sich bringt. Keine irdischen Eltern haben jemals so eindringlich mit einem irrenden Kind gerungen als der, der dich erschuf, ringend mit dem Übertreter. Kein menschlich liebendes Interesse ist jemals dem Unverschämten mit solcher zärtlichen Einladung gefolgt. Gott ist in jeder Wohnung anwesend; er hört jedes Wort, das gesprochen wird, hört jedes Gebet, das dargebracht wird, kostet die Sorgen und Enttäuschungen jeder Seele, empfängt die Behandlung, die Vater, Mutter, Schwester, Freund und Nachbar entgegengebracht wird. Er sorgt sich um unsere Nöte, und seine Liebe und Barmherzigkeit und Güte fliessen unaufhörlich, unsere Bedürfnisse zu stillen. (MB 105.2)


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