Volle Ladung - Mit  Schwefel zu Darmgesundheit

Christiane Meyer

In der Naturheilkunde wird immer wieder vom „Körpermilieu“ gesprochen, was sehr wichtig für unsere Gesunderhaltung ist. Besonders in der Landwirtschaft wird ein großes Augenmerk auf die Beschaffenheit des Bodens gelegt, um einen guten Ertrag zu erlangen. Es macht also Sinn, auf die Milieubedingungen zu achten, in der Landwirtschaft, genauso wie in der Medizin. Das Körpermilieu kann auf zwei wichtige physikalisch-chemische Werte zurückgeführt werden: Zum einen auf die Konzentration der Wasserstoff- Ionen und zum anderen auf die Konzentration der Elektronen.

Die Konzentration der Wasserstoff-Ionen ist ein Maß für den Säure-Basen-Haushalt im Körper, welche mit dem pH-Wert angegeben wird. Unter dem ph-Wert versteht man den negativdekadischen Loga rithmus der Wasserstoffionen. Dieser Wert kann in den sauren und basischen Bereich eingeteilt werden. Der Bereich liegt zwischen 0 und 14. Zwischen 0 und 7 wird der Wert als sauer bezeichnet und zwischen 7 und 14 als basisch.

Im menschlichen Körper herrscht eine leicht basische Konzentration der Wasserstoff-Ionen mit einem Wert von 7,4. Nun ist aber für das Körpermilieu nicht nur der pH-Wert entscheidend, sondern auch die Konzentration der Elektronen. Man nennt diese Konzentration auch Redoxpotential, welches eine Abkürzung für Reduktions- bzw. Oxidationspotential ist. Wenn ein chemischer Stoff mit einem anderen chemischen Stoff reagiert, dann werden dabei Elektronen von einem Stoff auf den anderen übertragen. Derjenige Stoff, der Elektronen abgibt, wird als Reduktionsmittel bezeichnet, derjenige Stoff, der die Elektronen aufnimmt, als Oxidationsmittel.

Jener Stoff, welcher Elektronen aufnimmt, wird „reduziert“, der Stoff, welcher Elektronen abgibt, wird „oxidiert“. Die Reduktionskraft einer Substanz wird durch ihr Redoxpotential

beschrieben: die Bereitschaft, Elektronen abzugeben und damit in die oxidierte Form überzugehen. Je negativer ein Redoxpotential, desto stärker die Reduktionskraft. Die Größe des Redoxpotentials Eh- bzw. Rh wird in mV oder V angegeben.

 

Im abgebildeten Diagramm sind vier Bereiche erkennbar. Ein Redoxpotential über 0,24 Volt bedeutet Elektronenmangel und damit oxidativen Stress. Gesundheit ist nur in dem rechts unten angegebenen Feld „reduktiv basisch“ möglich, das heißt, dass im Körper wenige freie Wasserstoff-Ionen und viele freie Elektronen vorhanden sind. Alle anderen Bereiche stellen die Grundlage

und den Nährboden für Krankheiten aller Art dar.

Wie wäre es, dieses dargestellte Kreuz einmal auf unser Glaubensleben zu übertragen? Vielleicht achten wir sehr auf den einen Bereich, zum Beispiel nicht „sauer“ zu sein. Das bringt uns auf die rechte Seite der Grafik. Manch einer achtet vielleicht sehr darauf, ausreichend mit Elektronen versorgt zu sein, er befindet sich dann auf dem unteren Bereich des Kreuzes. Aber was sagt schon Angelus Silensius? „Die Schöpfung ist ein Buch, wer´s weislich lesen kann, dem wird darin gar fein der Schöpfer kundgetan.“ Hier gibt es einiges zu lernen aus Gottes Schöpfung. Vier Wege, aber nur EINER, der zum Vater, unserem Leben, führt.

Um seinen Körper im basischen Bereich zu erhalten, gibt es einige Möglichkeiten. Unser guter Vater im Himmel hat uns eine reiche Palette an Obst, Gemüse, Kräutern, Salaten, Pilzen, Ölen, Nüssen etc. zur Verfügung gestellt, um basisch sein zu können.

Früher hinreichend bekannt aus der Notfallmedizin, aber auch generell als Heilmittel ist das Natron (Natriumbicarbonat). Eine hilfreiche Substanz, die heute wieder immer mehr in den Vordergrund rückt, um den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren. Der Nobelpreisträger Otto Warburg äußerte sich einst so: „Keine Krankheit kann in einem basischen Milieu existieren – nicht einmal Krebs.“ Diese Aussage ist ein Teil des Ganzen. Was kann nun verhelfen, nicht nur in den basischen Bereich zu gelangen, sondern auch in den reduktiven Bereich?

Wir müssen unseren Organismus mit freien Elektronen anreichern. Es gibt mehrere Möglichkeiten, um dies zu tun. Das wichtigste ist das, was wir täglich gerne tun, das Essen. Über unsere Nahrung können wir viele Elektronen aufnehmen, dies allerdings nur über

frische Lebenskost - die Rohkost. Durch das Kochen unserer Nahrung werden die Elektronen und auch die Biophotonen vernichtet. Somit werden die Lebensmittel energetisch entwertet. Aus Lebensmitteln werden lediglich Nahrungsmittel. Deswegen ist es notwendig, die von Gott in 1.Mose 1,29 gegebene Nahrung in roher Form zu genießen. „Alle Früchte auf der ganzen Erde, die Samen tragen und alle Bäume mit samentragenden Früchten.“

Unsere Erde ist ein großer Kondensator, dessen Oberfläche mit reichlich Elektronen geladen ist. Durch den direkten Kontakt mit natürlichem Boden, wie Wiesen- oder Waldboden, gelangen die Elektronen direkt in unseren Körper und senken so das Redoxpotential. Gerade im Sommer verspüren wir viel Energie nach einem Barfuß-Spaziergang über eine Wiese oder am Meer. Nicht nur unsere Speise gibt uns Energie, nein, auch beim Barfußlaufen durchströmen uns „frische“ freie Elektronen.

Um eine weitere Möglichkeit an Elektronen heranzukommen aufzuzählen, müssen wir einen kleinen Exkurs unternehmen.

Aus unzähligen Studien geht hervor, dass eine langfristige Gesundheit nur möglich sein kann, wenn das wichtigste Mikrobiom des Menschen, das Darmbiotop, gesund ist.

Schon Hippokrates vertrat die Ansicht: „Darmgesund – kerngesund! Darmkrank – Mensch krank!“ Da die Darmflora bei der Großzahl aller Menschen z.B. durch Antibiotika geschädigt ist, wird von immer mehr Therapeuten zu einer Darmsanierung als Basistherapie geraten. Unter Darmsanierung versteht man, dass die lebens-feindlichen, gesundheitsschädlichen Darmsymbionten absterben und sich nur noch lebens- und gesundheitsfördernde Symbionten im Darm ansiedeln, das heißt, dass das Mikrobiom im Darm gesundet. Doch zurück zu den Elektronen! Es ist wichtig, den Darm mit Elektronen zu fluten, das heißt, das Redoxpotential im Darm abzusenken und so in den reduktiven Bereich zu verlagern und mit gleichzeitiger Gabe von Natron in den basischen Bereich.

Das führt uns zu einer weiteren Möglichkeit, unserem Organismus Elektronen zuzuführen: anorganischem Schwefel. Schwefel ist ein starkes Reduktionsmittel, das heißt, es ist in der Lage, Elektronen in das Organsystem einzubringen.

Ca. 500 v. Chr. sprach Empedokles schon über die heilende Wirkung der oralen Einnahme von Schwefel. Auch Celsus, 200 n. Chr. und Paracelsus ca. 1500 n. Chr. haben mit Schwefel gearbeitet. Weiterhin erwähnen Galenus, Plinius und Tacitus die äußerliche und innerliche Anwendung der Schwefelquellen als Universalheilmittel. Überall auf der Welt gibt es Schwefelquellen. In Deutschland sind Karlsbad und Marienbad die berühmtesten und wichtigsten Kurorte.

Heutzutage wird von der Pharmaindustrie vor der Anwendung von anorganischen Schwefel gewarnt. Auf dem Etikett wird wird ein Warnhinweis angebracht, um auf die Gefährlichkeit und Toxizität aufmerksam zu ma chen. Ja, es ist giftig, und zwar für die Pharmaindustrie, denn ein gesunder Mensch ist für die Maschinerie des „vorgeblichen „Gesundheitswesens“ völlig wertlos.

Um seinen Darm nun mit Elektronen zu fluten, wird folgende Therapie mit anorganischem Schwefel in Kombination mit Natron (2 x 1 Teelöffel täglich nüchtern) empfohlen. Erwachsene nehmen 3x1 Teelöffel von dem Schwefelpulver zu den Mahlzeiten ein, Kinder jeweils einen halben Teelöffel. Durch die dadurch ausgelöste Verschiebung des Darmmilieus kommt es zu einem massiven Absterben der gesundheitsschädlichen Mikroorganismen des Darmes. Diese abgestorbenen Mikroorganismen werden durch

Desulfurikation unter anderem zu Schwefelwasserstoff abgebaut.

Das führt zu einem Geruch in Darmgasen und Kot, der sehr stark an verfaulte Eier erinnert. Die Einnahme von Schwefel sollte so lange fortgesetzt werden, bis die Ausscheidungen nicht mehr unangenehm riechen. Je älter der Patient und/oder je ernster das Krankheitsbild ist, umso länger kann die unangenehme Geruchsbildung anhalten.

Gerade am Beginn der Reinigungskur mit anorganischen Schwefel kann es zu einer Anfangsverschlechterung kommen oder auch zu Symptomen wie Kreislaufproblemen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfungen. Wenn dies überstark auftritt, sollte die Dosis erst einmal reduziert werden auf 3 x eine Messerspitze Schwefel täglich. Ich persönlich kann diese anfängliche Verschlechterung bestätigen. Allerdings hat es mich glücklich gemacht, da ich wusste, nun scheidet mein Organismus all die Substanzen aus, die sich in meinem Körper angesammelt haben und mich bis jetzt geschwächt haben. Schon nach einer Woche konnte ich deutlich spüren, wie eine Leichtigkeit in meinen Körper einzog, wie wieder Energie durch meine Glieder schoss und die einen oder anderen Wehwehchen verschwanden. Jeder, der ein Aquarium pflegt, achtet auf den pH-Wert und das Reduktionspotential des Wassers. So achtet auch ein Landwirt, ein Bauer oder Gärtner auf den pH-Wert und das Reduktionspotential seines Bodens. Warum sollte der Mensch nicht auch auf seinen Nährboden der Gesundheit – Geist und Leib – Acht geben und den pH-Wert und das Reduktionspotential im Auge behalten?

Yahschuah wies uns in seinem Gleichnis

vom Sämann genau darauf hin. Er zeigte

uns die vier Bereiche auf, auf den der

Samen fallen kann. Gottes Wort kann auf

oxidativ sauren Boden fallen, auf oxidativ

basischen Boden, auf reduktiv sauren

Boden oder auf den guten Boden dessen

Beschaffenheit reduktiv basisch ist.

Es werden keine „Bakterien-Vögel“ kommen, „Pilz-Dornen und Disteln“ oder „Virus-Hitze“, die den guten Samen zerstören. Nein, der gute Boden ist stark genug, mit Lebensenergie gefüllt, um reichlich Frucht zu geben und den Ertrag mit der Zeit überschwänglich zu steigern. Überfliessend und reichlich wie der Vater selbst!

„Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ Markus 4,9 Lissa Rankin sagte: „Wenn wir das Flüstern des Körpers nicht hören, dass etwas aus der Balance geraten ist, beginnt er zu schreien.“

Wenn unsere Ohren verlernt haben zu hören und unser Körper mit bakteriellen, viralen, Pilzinfektionen oder gar Krebsgeschwülsten schreit, um auf seine Vernachlässigung aufmerksam zu machen, ist es an der Zeit, die Ohren nicht zu verschliessen, sondern zu öffnen und den Boden unserer Gesundheit neu zu bestellen.

Gott hat uns verheißen, dass er unser Arzt sein möchte und uns in allen Dingen Wohlergehen und Gesundheit wünscht.

 

„Mein Lieber ich wünschen in allen Dingen, dass es dir wohl gehe.“ (3. Johannes 1,2)