Wir wurden betrogen!

 

Wir haben eine GROSSE satanische Lüge in unsere Herzen geladen, eine falsche Denkweise, eine

betäubende Denkart, die uns dahin bringt, Gott nicht für das absolut Beste zu halten. Dieses bedrohliche Denken ähnelt dem Umstellen von Möbeln auf dem Deck der Titanic. Während das neu angeordnete Deck vorübergehend besser aussieht, sinkt das Schiff.

 

Worin besteht die falsche Einstellung, die direkt aus der Waffenkammer der Täuschung des Teufels zu uns kommt? Einzig und allein darin: Statt an Gottes absolute Güte zu glauben, um das Böse in der Welt zu überwinden, benutzen wir fälschlicherweise das Feuer des Bösen, um das Feuer des Bösen zu stoppen. Anstatt an Gottes makellose Güte zu glauben, um schlimme Umstände völlig zu überwinden, beginnen wir, uns auf das Denken im "geringeren Übel" einzulassen.

 

Was ist "kleineres Übel"- Denken? Es ist eine Denkweise, die das Böse benutzt, um das Böse zu stoppen. Es verwendet Gewalt, um zu versuchen, die Gewalt zu stoppen. Es setzt Zwang ein, um den Zwang aufzuhalten. Es benutzt geringeres Übel, um größere Übel zu verringern oder zum Innehalten zu bewegen. Aber was es nicht tut und in der Tat niemals tun kann, ist das Böse ausrotten. Und darum möchte Satan uns durch diese Denkweise gefesselt halten.

 

Lasst mich einige Beispiele nennen. KRIEGE können "weniger böse" sein, als Tyrannei oder Chaos zuzulassen, welche ohne Widerstand ganze Regionen beherrschen. Unsere Kinder mit Ruten, Gürteln oder unseren Händen zu SCHLAGEN erscheint "weniger böse", als sie ungehemmt Amok laufen zu lassen und sich selbst und andere zu verletzen. Mördern die TODESSTRAFE aufzuerlegen, mag "weniger böse" sein, als ihnen zu gestatten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, ihre Lebensspanne vollends auszuschöpfen und möglicherweise andere zukünftige  potenzielle Opfer zu gefährden. LÜGE kann kurzfristig "weniger böse" sein als eine harte Wahrheit zu sagen. VERLANGEN in unserem Herzen kann "weniger schlimm" sein als körperliche Unzucht zu begehen. PORNOGRAPHIE kann für dich "weniger böse“ sein als physischen Ehebruch zu begehen. Insgeheim zu HASSEN mag "weniger böse" sein als ein körperliches Hassverbrechen zu begehen.

 

Andererseits sind alle oben genannten Optionen möglicherweise NICHT "weniger böse" als die Alternativen. In der Bergpredigt machte Jesus keinen Unterschied zwischen kleineren und größeren Übeln. Jede Sünde war für Jesus Unglaube. Johannes 16,9; Römer 14,23. Und das ist das Problem. Wenn wir die Realität durch die Linse des kleineren und größeren Übels betrachten, landen wir in der „Lebensfalle“ der verfluchten und vergifteten Frucht des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse. Am Ende „zehrt“ man nie von der gesegneten Frucht des Baumes des Lebens, weil wir hastig zu den "weniger bösen" Optionen springen. Leider tendieren Regierungen, Familien, Gesellschaften und andere Institutionen eher dazu, nach dem Prinzip des "geringeren Übels" zu handeln als nach dem Prinzip der Dynamik von "Gottes größerem Wohl".

 

Jeder von uns kann Gründe finden, um Vergeltung, Rache, Bestrafung, Begierde, Gewalt und Grausamkeit auszuüben. Wir nennen diese Gründe "notwendig", "gut" oder "nützlich", aber in Wirklichkeit benutzen wir nur das Böse, um das Böse zu bekämpfen. Wir suchen uns ein Übel aus, das wir für weniger schlimm oder zerstörerisch aus unserer Sicht betrachten, ein geringeres Übel, das in Wahrheit nur verlangsamt oder ein größeres Unrecht ersetzt. Und während wir es vorziehen, uns auf einer erbärmlichen Ebene selbst mit einem geringeren Übel auf „kleiner Flamme“ zu zerstören, gibt es uns letztlich vielleicht länger die Gelegenheit zu bereuen, doch das ist nicht Gottes Bestes, wie es zu verstehen ist.

 

Das ist NICHT Gottes Güte. Das ist nicht Gottes Lösung. Das ist nicht Gottes Weg.

 

Gott ordnet niemals ein "geringeres Übel" an, um ein "größeres Übel" zu bekämpfen. Er ist unser liebender himmlischer Vater, der uns niemals einen Skorpion schenkt, wenn wir um ein Ei bitten oder eine Schlange, wenn wir um einen Fisch bitten oder einen Stein, wenn wir ihn um Brot gebeten haben. Vielmehr öffnet Gott die Gewölbe des Himmels, gibt jedem, wonach er fragt. Lukas 11,9-13. In ihm ist Licht und KEINE Dunkelheit, er ist der Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung ist, noch eines Wechsels Schatten. Von ihm kommt jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk. 1. Johannes 1,5; Jakobus 1,17.

 

Also, was sind die Gründe, warum Gottes gute und vollkommene Gaben von oben herab "frei von Bösem" NICHT offen und vollständig in Erscheinung treten können? Warum stecken so viele von uns im „geringeren Übel" - Modus fest?

 

Erstens hoffen viele Menschen auf die Güte Gottes, OHNE Gott tatsächlich jemals darum zu "bitten". Wir haben nicht, weil wir nicht fragen. Jakobus 4,2. Unser tatsächliches BITTEN überlässt ihm den Zutritt und  übergibt den Einfluss auf UNSERE Umstände AN ihn. Dies ermöglicht es Gott dann, seinen Geist zu manifestieren, um alle unsere furchtbaren Situationen mit seiner vollkommenen Güte zu überwinden.

Gott hat uns Freiheit gegeben, und er wird uns niemals zwingen oder drängen, ihm nachzugeben. Unsere Bitte ist eine Möglichkeit, ihm Zugang zu gewähren und die Umstände in ganzem Umfang zu beherrschen.

 

Zweitens bitten viele OHNE Glauben, sondern fragen mit Zweifel und Doppeldeutigkeit.

Wer im Unglauben schwankt, sollte nichts vom Herrn erwarten. Jakobus 1,6-7.

 

Drittens fragen viele OHNE "Dringlichkeit". Lukas 11,1-10 lehrt uns mit "Nachdruck zu beten", was im griechischen Original wörtlich "Übermut" oder "Schamlosigkeit" bedeutet.

Meine eigene Definition von Nachdruck ist "leidenschaftliche Geduld". Wie der Mann im Gleichnis dieses Abschnitts, wir klopfen lauter und lauter und lauter, ohne etwas darauf zu geben, was andere von uns halten, wissend, dass unser liebender Vater die Himmelstür im optimalen Moment öffnen wird. Wir sind geduldig, jedoch mit zunehmender Intensität und Selbstvertrauen. In unserer Geduld sind wir im Besitz unserer Seelen und durch Glauben und Geduld erben wir ALLE Verheißungen Gottes. Lukas 21,19; Hebräer 6,12.

 

Viertens fragen viele, OHNE zuvor den Geist Christi "anzuziehen". Römer 13,14. 1. Korinther 2,16. Wie John Wesley formulierte: "Wir haben den Geist Christi und zwar den GANZEN Geist Christi." Galater 2,20 sagt, dass wir das Leben, das wir JETZT leben durch den Glauben des Sohnes Gottes leben sollen. Jesu Glaube, sein Verstand, seine Gedanken, sein Leiden, sein Vertrauen, seine Liebe von und für den Vater. All dies gehört uns ganz, genau hier und genau jetzt, um daraus zu „leben". Unser Glaube wird immer versagen, aber der Glaube Jesu wird IMMER alles Böse mit der Kraft der vollkommenen Güte Gottes überwinden. Oder anders ausgedrückt, der heilige Geist ist das Geschenk des Glaubens Jesu, der gesandt wurde, um in uns zu wohnen, damit wir auf all unseren Wegen "Leben" haben. Söhne Gottes sind, welche durch den Geist Gottes geführt werden. Römer 8,14.

 

Die Quintessenz ist, dass wir uns nicht von der Schlinge des GERINGEREN ÜBELS fangen lassen dürfen, sonst werden wir nie GOTTES NOCH GRÖSSERE GÜTE erleben! Akzeptiere nicht weniger als Gottes vollkommenen Willen und seine Macht in jeder Situation. Klopfe lauter und noch heftiger mit Nachdruck und Glauben. Gib dich nicht mit dem geringsten Übel ab. Weniger böse ist immer noch böse. Halte dich an die guten und perfekten Geschenke von oben. "Alles Böse" kann nur mit "allem Guten" vollständig überwunden werden.

 

Wir brauchen eine tägliche ÜBERDOSIS der Güte Gottes, nicht nur ein halbes Maß des "geringeren Übels" in angemessenen Portionen.

(God versus Evil, Richard Murray)

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