Warum versagen unsere Gebete?

 

Dies sind mit Sicherheit heikle Themen, insbesondere, wenn es scheint als würden bestimmte Gebete, wie die um Heilung und Wiederherstellung versagen. Ich glaube, es ist unklug, sich jemals auf das Warum einzulassen wenn in einer ganz BESONDEREN SITUATION ein Heilungsgebet scheitert.

 

Obwohl es gut ist, im Allgemeinen zu wissen, warum das Gebet oder der Glaube versagt, ist es am besten, sich mit dem Bewerten bestimmter Umstände zurückzuhalten, denn um WIRKLICH alle Gründe für ein Scheitern zu kennen, müssten wir ALLES über ALLE beteiligten Personen wissen. Und nur Gott kennt WIRKLICH das Herz jedes Menschen, alle Variablen der Sünde aus erster Hand oder der Sünde aus zweiter Hand, verschiedene satanische Zugänge, die Gemütslage, Hochburgen des Unglaubens, regionale Gegebenheiten usw.

 

Genau wie Passivrauchen Millionen von Menschen tötet, die noch nie geraucht haben, so haben die schädlichen Wirkungen der Sünde satanisch toxische Ereignisse ausgelöst, um unschuldige Personen zu vernichten, die nie an der Aussaat der Erbsünde beteiligt waren. Also, um zu wissen, warum es EINEM Gebet nicht möglich ist, einen anderen nachweislich zu heilen, liegt jenseits unserer Fähigkeit es nachzuvollziehen.

 

Aber auch hier ist es gut, im ALLGEMEINEN zu wissen, was unsere Gebete schwächt, so dass wir deren zerstörerische Auswirkungen VERMEIDEN und unseren Glauben MAXIMIEREN. Sich der generellen Dynamik des Glaubens bewusst zu sein, ist eine wunderbare Weisheit. Doch denke daran, dies niemals für eine bestimmte Situation anzuwenden, damit wir nicht in die Falle von Hiobs törichten Freunden geraten und eher zu Anklägern als zu HEILERN werden.

 

Hier nun ein paar Gründe für fehlgeschlagene Gebete an Beispielen der Schrift.

 

Erstens sind wir als Leib Christi noch NICHT bis zur Vollkommenheit gereift, um in der Lage zu sein ganz selbstverständlich die Kranken zu heilen und die Toten zu erwecken. Paulus sagte in Römer 8,19, dass „die ganze Schöpfung wartet und stöhnt, dass die Söhne Gottes offenbar werden“,

was bedeutete, dass sie NOCH NICHT die gleichen und größeren Werke erscheinen lassen wie es Jesus in Johannes 14,12 befohlen hat.

 

Jesus wartet auch darauf, dass wir „seine Feinde zum Schemel seiner Füße machen“ werden

(Hebräer 10,13). Ganz besonders wartet er darauf, dass „der letzte Feind“ von uns vollständig besiegt wird, welches der Tod ist (1. Korinther 15,25-28). Das ganze Buch der Epheser handelt von dem Leib Christi, der zur Vollkommenheit reift und heran wächst (Epheser 1,22-23; 4,11-16). Mangel an

Perfektion (Reife) ist der Hauptgrund, warum wir noch keine Ernte einbringen, tote Körper zurück ins Leben holen und auf weitem Land gehen. Wir glauben Herr, doch hilf unserem Unglauben über die vergangenen düsteren Ereignisse und seltenen Erfolge hinauszuwachsen und zu reifen.

 

Außerdem, und hier wird es ein wenig empfindlich, offenbart die Schrift deutlich einzelnen oder gemeinschaftlichen Unglauben als einen, aber sicherlich nicht den einzigen Grund für gescheiterte Heilungen und das fehlgeschlagene Auferwecken von Toten. Als Jesus in Markus 6,1-6 keine mächtigen Werke in Nazareth vollbringen konnte, war es wegen ihres gemeinsamen „Unglaubens“, eines Unglaubens, der Jesus so sehr enttäuschte, dass er sich darüber „verwunderte“. Jesus konnte einige durch seinen eigenen Glauben heilen, war aber spürbar daran gehindert durch ihren Unglauben und gefesselt, was ihn davon abhielt, „mächtige Werke Gottes“ zu vollbringen. 

 

Gottes Vorsorge für Heilung ist immer verfügbar, wird aber nicht immer erhalten aufgrund von:

 

Unglaube (unser oder derer um uns herum) (Markus 6,1-6; Matthäus 17,16-17)

 

Unbekannte Sünde (Jakobus 5,13-16)

 

Unerschütterlicher Glaube (Lukas 11,8; 18,1-8)

 

Uneingestandener Glaube (Markus 11,22-24; Jakobus 4,2; Sprüche 18,21)

 

Unentwickelter Glaube (Johannes 8,31-31; 2. Petrus 1,3-8; Hosea 4,6)

 

Unerbittlicher Glaube (Jakobus 5,16)

 

Unterlassene Vergebung (Markus 11,24-26)

 

Unerfüllte Bedingungen (Sprüche 26,2) wie zum Beispiel UNTERLASSENES Handauflegen (Markus 16,17-18)

 

KEINE Ältesten oder KEIN Salböl (Jakobus 5,14-15); KEINE GEMEINSCHAFT UNTEREINANDER/ABENDMAHL (1. Korinther 11,23-30)

 

Manchmal ist es eine oder eine Kombination der oben genannten Bedingungen die unterdrücken und den offensichtlichen Willen des Herrn behindern, um ALLE vom Teufel Unterdrückten zu heilen. Tatsächlich glaubte der berühmte John Wesley sogar, dass Gott seine Heilung nur aufgrund des freien Willens, des Glaubens und der Gebete der Menschen bewirken kann. Gott wartet darauf, dass WIR zu den Glaubenskriegern heranreifen, die ALLE seine Feinde ein für alle Mal unter die Füße treten werden, allen voran den Tod. Doch wir werden nicht darin heranreifen, wenn wir nicht ehrlich zugeben, dass wir in unserem Verständnis noch Kinder sind.

 

Dies sage ich zu den Menschen, die für kranke Kinder (oder für jemanden aus diesem Grund) ohne Erfolg gebetet haben. Ich muss daran glauben, was die Schrift verspricht, denn vollkommener Glaube wird immer diejenigen heilen, die vom Teufel unterdrückt werden und die tatsächlich bereit sind, geheilt zu werden. Das Problem ist, dass WIR nicht genau wissen können, wer dies von ganzem Herzen mit seinem Glauben ist und wer nicht. So mag jemand in unseren Augen von ganzem Herzen überzeugt und aufrichtig sein, doch ist das nur eine Annahme. Denn nur Gott weiß, was die wahre Quelle des Gebetes ist, ob es aus Glauben oder Eigenwillen, Mut oder Verzweiflung stammt oder irgendeinem anderen vermischten Motiv entspringt.

 

Im Neuen Testament haben Jesus, Paulus, Petrus, Jakobus und Johannes einfach zu oft Versprechen von garantierter Heilung, Autorität ÜBER alle satanischen Angriffe und Schutz vor dem Bösen verkündet, um mich nicht darauf zu berufen. Sogar das Alte Testament offenbart einen Gott, der immer seinen Heilungsbund mit Israel einhält.

 

Was auch immer die Fehlerquelle sein mag, sie muss auf UNSERER Seite der Gleichung stehen

und NICHT auf Gottes. Ich habe diese Versprechen für meine eigenen sieben Kinder eingelöst und diese Verheißungen im Gebet über sie ausgesprochen, selbst als sie vollkommen gesund waren. Keines von ihnen hat jemals einen Knochen gebrochen oder ist ernsthaft krank gewesen, Gott sei gepriesen. Doch ein Teil meiner Gebete um Heilung für sie in anderen Bereichen haben sich noch nicht vollständig erfüllt.

Trotzdem werde ich niemals glauben, dass es Gottes Wille ist, dass meine Kinder NICHT ganz gemacht werden - an Geist, Seele und Körper. Was auch immer noch fehlt, es liegt nicht an Gott.

 

Im Folgenden eine Übersicht über Kostbarkeiten, Juwelen der Heilung, die ich vor einiger Zeit zusammengestellt habe:

 

Jesus trug alle unsere Sünden und Krankheiten am Kreuz. Psalm 103,1-5; Jesaja 53,1-6 (In Vers 4 ist das wörtliche Hebräisch für „Trauer“ = Krankheiten und „Leiden“ = Schmerz); Matthäus 8,16-17 (Beachte, dass Jesus körperliche Krankheit hier in Bezug auf die Erfüllung Jesajas geheilt hat, nicht nur geistige Krankheit); 1. Petrus 2,24 (Beachte die Vergangenheitsform „durch seine Wunden sind wir geheilt“, die auf die Vergangenheit und das vollendete Werk des Kreuzes hinweist).

 

Wir sollten niemals beten, dass Gott uns heilt, weil Jesus bereits für Heilung am Kreuz gesorgt hat. Vielmehr sollten wir im Glauben beten, um die Heilung des Herrn zu erhalten, die bereits vor zweitausend Jahren erlangt wurde. Betrachten wir Ephraim (Israel) in Hosea 11,3: Gott hatte bereits geheilt, aber sie wussten es nicht. In gleicher Weise wurden alle Heiligen heute bereits geheilt durch Gottes Wirken am Kreuz, aber viele wissen es nicht und nehmen es durch Glauben nicht an. Ein Scheck über eine Million Dollar in unserer Tasche bringt uns erst dann etwas, wenn wir die Forderung einlösen. Ebenso müssen die angebotenen Heilungsversprechen Gottes durch unserem Glauben bezeugt werden, durch unser Bekenntnis bestätigt und eingelöst werden durch unser Handeln. Die Rolle des heiligen Geistes ist es, uns immer wieder davon zu überzeugen, dass wir wirklich den millionenschweren Scheck der Heilung und Befreiung besitzen. (1. Korinther 2,12; Johannes 16,7-15).

 

Jesus heilte alle, die vom Teufel unterdrückt wurden, außer denen, die sich weigerten oder durch Unglauben nicht in der Lage waren zu empfangen. (Apostelgeschichte 10,38; Markus 6,1-6).

 

Jesus beauftragte die Gläubigen, in der gleichen Salbung der Heilung zu wandeln, wie er sie besaß. (Johannes 14,10-14; Markus 16,17-18; Lukas 10,1.9.17-19; Matthäus 10,1. 7-8; Jakobus 5,15).

 

Glaube, der freigesetzt und empfangen wird, wird die Kranken immer heilen. (Jakobus 5,14.15; Markus 11,22-24; Matthäus 21,22; Markus 9,23; Apostelgeschichte 14,8-10).

 

Es ist Gottes Natur zu heilen. 2. Mose 15,26, Jehova Ropheka = „Der Herr, der dich heilt.“ 2. Mose 23,25; Maleachi 4,2; Sprüche 9,11; Apostelgeschichte 10,38) Und die gleiche Natur ist in uns. (Kolosser 1,27).

 

Krankheit ist ein Fluch, der vom Satan kommt, und Heilung ist ein Segen, der von Gott kommt.(Johannes 10,10; Psalm 107,20; Apostelgeschichte 10,38; Hebräer 2,14-15; 1. Korinther 5,5; Lukas 13,16; Sprüche 10,22). "Wehe denen, die das Böse (Krankheit) als gut (von Gott) und das Gute (Heilung) als böse (von Satan) bezeichnen.“ (Jesaja 5,20). Wenn wir die Krankheit als „böse“ bezeichnen, können wir ihr auch widerstehen in der gleichen Intensität wie der Sünde. Krankheit „gut“ zu nennen, hält uns davon ab, dagegen anzukämpfen.

 

Betrachte das Wirken Jesu. Jesus hat niemanden krank gemacht, um ihn zu prüfen oder zu belehren. Jesus zerstörte Sünde und Krankheit. (1. Johannes 3,8); Apostelgeschichte 10,38). Dies zeigt, dass es sein Wille ist, alle, die im Glauben zu ihm kommen zu heilen. Jesus sagte, dass er und der Vater eins sind und wenn wir Jesus sehen, dann sehen wir den Vater. Daher wissen wir, dass das Herzensanliegen des Vaters ist, wenn es um Heilung geht, es ist auch der Herzenswunsch Jesu (Johannes 10,30; 14,7); 13,16), dessen Same wir sind, wenn wir „aus Glauben“ sind (Galater 3,6-7, 13-14, 29).

 

Alle Gelehrten sind sich darüber einig, dass Gott einen Heilungsbund mit Israel hatte (5. Mose 7,12-15) und unser Bund durch Jesus ist ein „besserer Bund“ (Hebräer 8,6), was im Griechischen wörtlich ein stärkerer Bund bedeutet. Unser Bund der Heilung ist noch stärker als der Israels.

 

Wenn Gott Menschen krank macht oder es zulässt, kann Jesus nicht so geheilt haben, wie er es tat. Er sagte, dass Satan nicht Satan austreiben kann, weil ein geteiltes Haus nicht bestehen kann. Jesus könnte die Krankheit nicht austreiben, wenn Gott sie den Menschen auferlegt hätte, denn dann wäre er ein geteiltes Haus. Es würde bedeuten, dass  Gott Gott austreibt (Markus 3,22-29).

 

Denke zum Schluss an den himmlischen Vater: Er ist kein Kinderschänder, der Krankheiten auslöst oder seine Kinder bis zum Tod vernachlässigt. (1. Johannes 1,5; 3,1; 4,8). Wenn irdische Väter wissentlich ihre Kinder NICHT gefährlichen Bedingungen aussetzen (warme Kleidung für kaltes Wetter, Aufsuchen von Krankheitsgebieten vermeiden, gesunde Nahrung gegen den Hunger geben), wie viel mehr leistet der himmlische Vater, weil er weiß, wie er seine Kinder vor Satan schützen kann, wenn sie im Glauben seine Vorsorge und Schutz empfangen werden. (Lukas 11,10-13; Jakobus 1,6).

 

Gott segne dich!

 

(God versus Evil, Richard Murray)

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